Rezensionen

Abbruchmeinung: Die Kämpfe von Phangloria

Die Kämpfe von Phangloria (The Princess Trials)
Cordelia Kastel
450 Seiten

Diese aufregende Geschichte von Mut, Intrigen und Verrat ist perfekt für Fans von The Hunger Games und The Selection. (Auszug Klappentext)

Auf Facebook wurde mir dieses Buch mehrfach gezeigt und der Klappentext hat mich verdammt neugierig gemacht. Hunger Games und Selection? Joa, das klingt doch gut, da bin ich gerne dabei. Allerdings hielt meine Freude an dem Buch nicht wirklich lange an. Schon im ersten Kapitel hatte ich einige Sätze, die ich doppelt lesen musste, weil sie mich verwirrt haben. Kommt bei mir vor, ich bin ja stetig müde und teilweise auch etwas unaufmerksam – deshalb hat mich das anfangs gar nicht zu sehr gewundert. Aber irgendwann ist mir dann doch mehr als deutlich geworden, dass da was bei der Übersetzung schief gelaufen sein muss. Die Worte passten meines Erachtens nicht immer, die Grammatik war teilweise sehr seltsam und auch der Schreibstil war nicht meins. Gut, das mit dem Stil kann ja Geschmackssache sein, aber in die komischen Sätze und Grammatik habe ich mich dann auch immer mehr reingesteigert und alles markiert. Das ist nicht die beste Voraussetzung für mich, um die Geschichte genießen zu können. Wobei: Manchmal empfand ich die Fehler und die Übersetzung schon wieder als so herrlich abstrus, dass es mich irgendwie wieder unterhalten hat.

Als nächstes hatte ich aber auch ein Problem mit den Charakteren. Zu Zea konnte ich leider gar keine Verbindung aufbauen. Ihre Schwärmerei für Ryce Wintergreen (den sie auch ernsthaft einige Seiten immer mit Vor- und Nachnamen nennt, alle anderen allerdings nicht) war für mich absolut weit hergeholt. Also nicht, dass sie für ihn geschwärmt hat, für gutaussehende Männer kann man ruhig mal schwärmen – aber wiiiieeeso? Der hat sie noch nie, nie, nie ernsthaft wahrgenommen, erst jetzt wo er sie braucht. Und ihre Hormone drehen durch und sie sieht sich schon heiraten und Kinder kriegen von Ryce Wintergreen. Jedes Mal, wenn sie von dem Mann, den sie so unglaublich heldenhaft und ehrenwert findet, wieder als Ryce Wintergreen sprach, grinste ich in mich rein. Bei 36 % war das übrigens immer noch so.

Leider passte es auch inhaltlich manchmal nicht, das war der nächste Punkt. Die Autorin schrieb, wie es ihr in den Kram passte. Besucher dürfen sich nur einzeln von den Auserwählten verabschieden – die Familie wurde strikt getrennt reingelassen (bei Kindern sehe ich die Ausnahme ein), aber Ryce Wintergreen und seine Mutter Carolina dürfen zusammen eintreten. Naja, dann mal zu.

Ich habe tatsächlich immer mal wieder das Buch in die Hand genommen und weitergelesen, ich hatte wirklich die Hoffnung, das Buch zu mögen. Aber ich konnte mich leider absolut nicht anfreunden. Weder Charaktere noch die Geschichte an sich konnten mich irgendwie motivieren am Ball zu bleiben, bei 38 % war Schluss. Da war keine Sympathie in jegliche Richtung, weil mir die Charaktere entweder viel zu blass blieben bzw. zu klischeehaft dargestellt wurden, um die erforderlichen Rivalitäten zu schüren. Einige Teilnehmerinnen der Princess Trials wurden zwar schon in den Fokus genommen, aber wenn inklusive der Protagonistin kein einziger Sympathieträger dabei ist, dann passt es für mich einfach nicht.

Mit einem ordentlichen Korrektorat und Lektorat hätte man hier bestimmt einiges rausholen können, aber so war es einfach nicht meins. Ebenso hatte ich das starke Gefühl, dass es nicht nur in die Richtung von Hunger Games und Selection geht, sondern dass da ziemlich viel von reingeschmissen wurde, allerdings nicht das Gute davon. Der Eindruck hat sich allerdings bei mir bisher nur angedeutet und das kann sich im Verlauf noch total geändert haben.

Für mich war das Buch, wie man hört, leider gar nichts. Normalerweise schreibe ich nicht so “böse” Meinungen – aber hier war so viel seltsam und falsch, das ist mir selten untergekommen. Aber die Rezensionen sprechen eine ganz andere Sprache, die sind, bis auf wenige Ausnahmen, durchweg positiv. Da ich nicht das ganze Buch gelesen habe, kann ich natürlich nichts über die Entwicklung sagen, vielleicht überrascht es ab der Hälfte noch total. Insofern: Lest das Buch und gebt mir gerne eine Rückmeldung, ob ich beim Lesen einfach mit dem falschen Fuß aufgestanden bin.

Das Buch

Dreißig junge Frauen. Ein hübscher Prinz. Ein Kampf auf Leben und Tod.

Wasser ist knapp. Wüsten haben das Land eingenommen. Der Atomkrieg hat die Menschheit verwüstet. Die Menschen leben in ummauerten Super-Städten, um die Bestrahlten fernzuhalten. Das Land, das früher als Amerika bekannt war, ist in Königreiche unterteilt, die von königlichen Eliten regiert werden.

Die 16-jährige Zea Calico wurde in der untersten Gesellschaftsschicht des Königreichs Phangloria geboren und ist konfrontiert mit einem Leben voller Hunger, Durst und mühevoller Arbeit. Der einzige Ausweg aus dieser Schufterei ist die Revolution, und Zea ist äußerst entschlossen alles dafür zu geben.

Als der Palast einen Wettbewerb um Prinz Kevon´s Heirat ausschreibt, nimmt Zea an den Princess Trials teil, um den Palast nach Schwächen zu durchsuchen.

Die Festspiele sollten ein Traum aus üppigen Mahlzeiten, Ballkleidern und Romantik sein, aber ein falsches Wort lässt Zea die Aufmerksamkeit des Prinzen auf sich ziehen. Als Zea den wahren Mann hinter der öffentlichen Fassade von Prinz Kevon entdeckt, gefährdet sie sich zu verlieben und ihre Mission aus den Augen zu verlieren.

Aber der im Fernsehen übertragene Schönheitswettbewerb endet tödlich, und Zea muss ums Überleben kämpfen.

Diese aufregende Geschichte von Mut, Intrigen und Verrat ist perfekt für Fans von The Hunger Games und The Selection.

Quelle: Amazon

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