Rezensionen

Forbidden Desire

Forbidden Desire – Amy und Sean
Christelle Zaurrini
272 Seiten

Klappentext:
»Ich bin hier nicht der Böse. Ich bin der Gute mit den verbotenen Absichten« Auf den ersten Blick scheint Amys Leben perfekt: Ein charmanter Mann, eine Villa am Strand und eine Hilfsorganisation, die sie selbst auf die Beine gestellt hat. Auf den zweiten erkennt man, dass all das nur Fassade ist. Erst als Sean in ihr Leben tritt, spürt sie erstmals wieder das Glück, das sie vor so vielen Jahren verlassen hat. Und doch holt sie ihre Vergangenheit immer wieder ein. Eine Geschichte über eine verbotene Liebe, die versucht, das Unüberwindbare zu durchbrechen.

Meine Meinung:
Mit der Rezension zu diesem Buch hadere ich schon länger – es fallen mir einfach nicht die richtigen Worte ein, um meine Meinung zu dem Buch zu schreiben. Aber jetzt veröffentliche ich es einfach und hoffe, dass ihr was damit anfangen könnt.

Die Geschichte ist süß, widersprüchlich und realistisch – sehr viel und mir dennoch irgendwie zu wenig. Bei Verbotene Liebe hatte ich (aber das liegt wahrscheinlich an meinen eigenen Ansprüchen) mehr erwartet, etwas anderes. … Ihr seht, warum ich bisher nicht auf Veröffentlichen geklickt habe?

Amy ist eine sehr sympathische Protagonistin, die im goldenen Käfig lebt. Im Laufe des Lesens dachte ich teilweise:  Wieso machst du es dir so schwer? Du bist nicht glücklich? Geh einfach!!! Nach und nach erfährt man allerdings durch Rückblicke aber immer mehr Details zur Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die absolut realistisch ist, die mich in manchen groben Zügen an meine eigene Vergangenheit erinnerte, die mir ans Herz ging und mich beschäftigte…

Anfangs wirkte die Gegenwart-Beschreibung auf mich, als würde Amy ihre Situation überdramatisieren – später wurde es dann zu dramatisch für mich.

Amys Handlungen sind schon nachvollziehbar und ich fand es gut, dass sie nicht aufgibt sondern kämpft. Bis zu einem gewissen Maße – denn manchmal ist es wichtig zu kämpfen – aber man darf sich selbst nicht vergessen.
Hoffnung ist gut – aber wenn die Realität keine Hoffnung gibt, dann muss man diese auch aufgeben können.

Amy lernt bei einem Geschäftsessen Sean kennen und irgendwie tut er ihr gut. Er ist das komplette Gegenteil von ihrem Mann und ihrem Leben. Er ist ein liebenswerter, verständnisvoller, freier Mensch – auch wenn er quasi als charakterlich nahezu perfekt beschrieben ist, sexy dazu, ein Mann, wie man ihn sich nur wünschen kann… – mein Herz hat er nicht gewonnen. Ich mochte ihn, keine Frage – aber er hat auch anscheinend noch nie eine Frau wie Amy getroffen. Erst bei ihr, bei keiner Frau vorher, kommt eine Beziehung für ihn überhaupt in Frage. Das war eines der Dinge, die mir zu viel waren.

Das Buch hat so viele Facetten, dass es mir schwer fällt, all meine Eindrücke irgendwie zusammenzufassen. Das macht das Buch für mich lesenswert – es ist nicht 08/15: ich bin nicht glücklich/Liebeskummer, es ist nicht einfach Insta-Love mit einem Typen… es geht um Beziehungen, Freundschaften, über Gefühle, Schuld und Zusammenhalt. Und darum sich selbst wichtig zu sein.

Es geht um viel mehr. Und obwohl ich mir manches ausführlicher gewünscht hätte, ist es im Nachhinein gut wie es ist – besonders das Ende. Ich merke selbst, dass sich die Rezension eher negativ anhört und das positive nicht so durschimmert, wie es sollte – deshalb nochmal der Hinweis, dass es mir insgesamt gut gefallen hat. Insbesondere die Thematik des Buches fand ich gut und wichtig – deshalb schreibe ich diese Rezension überhaupt. Bei Büchern, die ich solala fand, schreibe ich nicht immer etwas. Aber bei diesem WILL ich etwas schreiben – es könnte eine Geschichte aus unserer Umgebung sein und es steckt so viel drin.

Ein relativ kurzes Buch für emotionale Lesestunden – nicht mit WOW-Effekt, insbesondere wegen ein/zwei Kritikpunkten, die ich nicht mal richtig fassen kann, aber es bleibt langfristig absolut positiv in Erinnerung. Und sind das nicht die Bücher, die man lesen will? Am besten lest ihr euch weitere Rezensionen durch – es gibt viele, die ihre Meinung besser ausdrücken konnten als ich.

Und jetzt veröffentliche ich diese Rezension – egal was kommt.

 

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