Pinkys schlauer Freitag

Klischees in Büchern – was ich davon halte

Guten Morgen ihr Lieben

Es ist schon wieder Freitag und somit Zeit für unseren (mehr oder weniger) Pinkys schlauen Freitag. Da ich in der letzten Woche irgendwie ziemlich eingespannt war (arbeiten, streichen, Farbflecken entfernen…), werdet ihr bei meinen beiden anderen Pinkys, genannt den Strebern, wahrscheinlich einen wesentlich besser ausgearbeiteten Beitrag finden. Aber… ich fange jetzt trotzdem mal an.

Klischees in Büchern – was ich davon halte

Ich glaube, dass die meisten Bücher in irgendeiner Art und Weise Klischees enthalten (ist das jetzt schon wieder ein Klischee von meiner Seite?).

Egal ob in Krimis, Thrillern, Fantasy oder Liebesromanen: Der Mörder ist immer der Gärtner, Bad Boy mit dunklem Geheimnis, 16-Jährige, die eine Fähigkeit entwickeln und die auf einmal die Welt retten müssen, Milliardär verliebt sich in schüchternes Mädchen, Dreiecksbeziehungen, Er reich – sie arm, das ständig gute Aussehen der Protagonisten, der Kommissar hat immer ein Alkoholproblem und dennoch die besten Frauen… Ich könnte noch ewig weitermachen aber ich glaube ihr versteht, worauf ich hinaus will.

Es gibt sicherlich auch einige Bücher, die versuchen GANZ ohne Klischees auskommen, aber wenn man genau liest, dann wird man womöglich auch dort einen Hauch von Klischee finden. Jeder definiert Klischee für sich anders, manche mögen es mehr, manche weniger und manche verteufeln es wie die Pest.

Ich nenne jetzt einfach mal ein paar Beispiele: Tribute von Panem hat mich damals absolut umgehauen. Was habe ich diese Bücher verschlungen (besonders den ersten und den zweiten Teil). Ich muss zugeben, dass ich zuvor nichts in dieser Art gelesen habe und fand es einfach nur grandios. Genau so ging es mir mit “Das Reich der sieben Höfe”. Oft habe ich gelesen, dass der Anfang von den Tributen von Panem abgekupfert ist. Aber hey – nur weil Feyre auch einen Bogen hat und sich ihr Essen “erschießen” muss? Das gehört für mich einfach nur ins Setting und hat für mich nichts mit Klischees zu tun.

Die Again-Reihe von Mona Kasten – für viele Klischee pur mit Kaden als typischem Bad Boy. Aber ich liebe Kaden – er ist so herrlich mürrisch und die Plänkeleien der beiden, in denen Allie hervorragend dagegen hält…Hach, ich mag die Bücher einfach.

Oder aber die “Last ones to know”-Reihe von Jamie Shaw – auch wieder Klischee pur. Rockstar verliebt sich in einfaches Mädchen. Ich gehöre in meinem mittlerweile hohem Alter wahrscheinlich nicht mal mehr zur Zielgruppe der Bücher – aber sie unterhalten mich einfach und ich mag sie. Punkt.

Ich persönlich kann gut mit Klischees umgehen und mag es besonders, wenn ein Autor damit gelungen spielen kann. Natürlich weiß ich es auch zu schätzen, wenn Bücher oder Protagonisten mal ganz anders sind, als man sie erwartet oder das Buch auf einmal eine Wendung nimmt, mit der ich tatsächlich nicht gerechnet habe. Als ich zum Beispiel “Tanz, meine Seele” von Kira Minttu gelesen habe, war ich begeistert von der Protagonistin. Harper ist der Hammer und lässt sich in kein Schema pressen. Dieses Buch ist übrigens immer noch Schuld daran, dass ich Tanzszenen vor Augen habe, wenn Pink im Radio läuft, aber jetzt schweife ich ab.

Ich kann gut mit dem mittlerweile bekannten “Mauerblümchen” umgehen, dass von sich selbst nicht viel hält und sich erst entwickeln muss, aber genau so liebe ich “Kick-Ass”-Protagonistinen, die einfach Hammer sind. Wenn Frauen, egal in welchem Genre, stark sind, Paroli bieten und sich nichts gefallen lassen? Das mag ich schon sehr!

Typischerweise sind viele Bücher, gerade im Young/New Adult oder Fantasybereich voll von irgendwelchen Klischees und man kann sich oft schon am Klappentext ausmalen, wie die Geschichte ausgeht. Stört es mich? Meistens nein, für mich ist der Weg das Ziel und obwohl ich weiß, dass am Ende alles gut sein wird, möchte ich doch wissen, WIE es zum Ende kommt.

Das einzige, was ich besonders im New Adult Bereich so gar nicht mag ist, wenn es zu viel wird – erst großer Hass (aus irgendwelchen Gründen, da findet sich schon was) und dann auf einmal zu schnell ganz große Liebe, ohne dass man eine richtige Entwicklung erkennen kann.

Wenn mir das Ganze doch mal zu ähnlich wird und ich das Gefühl habe, dass mir langweilig wird (es ist auch für Autoren schwer, das Rad neu zu erfinden und oft hat man das Gefühl, dass Bücher und Storys sich ähneln) – dann wechsle ich erstmal das Genre. Meist lese ich abwechselnd Fantasy/New Adult, manchmal baue ich zwischendurch einen Thriller oder was Historisches ein und sorge so dafür, dass ich nicht genervt von wiederkehrenden Plots bin (zur Zeit aber eher selten – ich “genieße” derzeit eher leichte, lustige Bücher, bei denen ich zwar meistens weiß, dass alles gut wird aber dennoch einfach Spaß am lesen habe).


So, das waren meine kurzen und eher nicht so tiefen Überlegungen zum Thema Klischees in Büchern – was haltet ihr davon? Gibt es typische Klischees, die ihr so gar nicht leiden könnt?

Die Meinung der anderen Pinkys habe ich euch mal wieder verlinkt:

 

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