Rezensionen

Kurzer Leseeindruck: Die Stadt der träumenden Bücher

Die Stadt der träumenden Bücher
Walter Moers
Penguin Verlag
480 Seiten

Ich wollte dieses Buch gar nicht wirklich lesen, ich gebe es zu. Ich hasse nämlich Käpt’n Blaubär (die Serie) wirklich sehr!! und habe das, egal wie oft andere gesagt haben, dass es nur bedingt etwas mit den Büchern zu tun hat, immer auf den Autor übertragen.

Im Januar hat aber ein kleiner Teil unseres Buchclubs zu diesem Buch gegriffen und im Buddy Read gelesen – auch wenn ich anfangs viele Ausreden hatte, weshalb ich nicht mitlesen wollte… Oh meine Freunde, ich bin so froh, dass ich in einem kurzen Moment der Schwäche doch zugesagt habe.
Schon die ersten Seiten haben dafür gesorgt, dass ich neugierig auf die Geschichte wurde und meine ablehnende Haltung ablegen konnte. Der Autor schreibt so toll und einnehmend und hat mich schnell in seine Welt gezogen. Es ist kein Buch, dass man so nebenbei lesen kann, zumindest ging es mir so.

Ich wollte jeden Satz genau lesen, denn jedes Wort, selbst wenn es ausgedacht ist, ist auf den Punkt, voller Fantasie.Ganz oft habe ich mich gefragt, wie man auf so etwas kommen kann – denn der Einfallsreichtum, des Autors ist unglaublich.

Das Buch handelt, man kann es schon dem Titel entnehmen, von Büchern. Ich habe die unterschiedlichsten, teils absurdesten Bücher kennengelernt, viele verschiedene teils groteske Literaturepochen, Tipps für Autoren, die Liebe zu Büchern allgemein, aber auch einiges an Kritik zu vielen Dingen der Branche.

Auch witzig und das wusste ich nur dank des Buddy Reads: Alle genannten Dichter und Schriftsteller sind übrigens Anagramme von “richtigen”, lebenden aus unserer Welt – auch wenn ich keinen einzigen auflösen konnte.

Hinzu kommt noch die verrückte Reise des Protagonisten, der auf der Suche nach einem, nein DEM Dichter überhaupt ist, dessen Manuskript jeden Leser in andere Sphären katapultiert – es war so spannend. Die Figuren: ganz große Liebe.

Das Buch hat sich nicht nur zu einem Jahreshighlight entwickelt, sondern schon jetzt kann ich es zu meinen Allzeit-Favoriten hinzufügen. Ich bin absolut begeistert und werde es auf jeden Fall nochmal lesen! Das sage ich so gut wie nie, wenn ich ein Buch beendet habe – aber in diesem Buch steckt so viel drin.

Das Buch

 

Nichts ist gefährlicher als das Zauberreich der Literatur

Das geniale Manuskript eines unbekannten Autors treibt den jungen Dichter Hildegunst von Mythenmetz nach Buchhaim. Wenn er dem Geheimnis des Verfassers irgendwo auf die Spur kommen kann, dann in den labyrinthischen Katakomben dieser buchverrückten Stadt. Der Geruch von Druckerschwärze durchzieht die Straßen, Bibliothek reiht sich an Bibliothek. Und in den Katakomben stürzen sich belesene Buchlinge und Bücherjäger auf alles, was Buchstaben hat. Als Mythenmetz nach unzähligen Abenteuern den Schattenkönig von Buchhain trifft, scheint er am Ziel … Mit fantastischem Ideenreichtum und grandiosen Illustrationen gelingt Walter Moers die »schönste und größte Liebeserklärung an das Lesen und die Literatur« (Die Welt).

Als der Pate des jungen Dichters Hildegunst von Mythenmetz stirbt, hinterlässt er seinem Schützling nur wenig mehr als ein Manuskript. Dieses aber ist so makellos, dass Mythenmetz sich gezwungen sieht, dem Geheimnis seiner Herkunft nachzugehen. Die Spur führt nach Buchhaim, der Stadt der Träumenden Bücher. Als der Held sie betritt, ist es, als würde er die Tür zu einer gigantischen Buchhandlung aufreißen. Er riecht den Anflug von Säure, der an den Duft von Zitronenbäumen erinnert, das anregende Aroma von altem Leder und das scharfe, intelligente Parfüm von Druckerschwärze. Einmal in den Klauen dieser buchverrückten Stadt, wird Mythenmetz immer tiefer hineingesogen in ihre labyrinthische Welt, in der Lesen noch eine wirkliche Gefahr ist, in der rücksichtslose Bücherjäger nach bibliophilen Schätzen gieren, Buchlinge ihren Schabernack treiben und der mysteriöse Schattenkönig herrscht.

Quelle: Penguin Verlag

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