Rezensionen

Kurzer Leseeindruck: The Block

The Block
Ben Oliver
Carlsen Verlag
386 Seiten

“The Block” war das Buch unseres Buchclubs im Oktober. Es war schon ziemlich lange gesetzt, denn den ersten Teil “The Loop” haben wir alle ziemlich begeistert gefeiert, ich auch.

Beim zweiten Teil sind wir uns nicht ganz so einig… Ich gehöre leider mehr so in die Kategorie “Ging so”, die Begeisterung blieb bei mir komplett aus.

Den Anfang fand ich tatsächlich recht gut, ganz im Stil des ersten Teils. Dort mochte ich die Tempowechsel sehr, ein bisschen davon findet man auch in diesem Buch wieder. Aber!

Mein größter Kritikpunkt waren in diesem Teil eindeutig die Charaktere und zum Teil aber auch der Storyverlauf. Die Charaktere wirken für mich fast alle irgendwie blass, austauschbar und unwichtig, besonders die Charaktere, die im zweiten Band neu hinzugekommen sind. Sind sie irgendwie wichtig für die Geschichte?

Für mich nicht wirklich. Ich konnte mich emotional auch auf die ganzen Personen nicht einlassen, es hat mich (an den meisten Stellen) sogar recht kalt gelassen, als jemand gestorben ist. Auch die Beziehungen untereinander fühlten sich für mich nicht wirklich ausgearbeitet und dahingeklatscht an. Die einzige Erklärung, für viele der Personen ist für mich, dass sie im dritten Teil noch relevant werden könnten, genauso wie manche Stellen aus der Geschichte, zB. der Rückzugsort der Verschollenen. Theoretisch eine interessante Idee, aber für mich so gar nicht greifbar und das zog sich auch sehr.

Das Buch war mir auch irgendwie zu voll geladen, als wollte Ben Oliver seine umfangreichen Ideen alle unbedingt mit einbringen. Es passiert ganz ganz viel, teilweise nebenbei, sprang dann zu etwas anderem und konnte mich dennoch nicht packen. Das Schnelle und Rasante, das ich im ersten Teil noch wirklich gut fand, hat mich jetzt erschlagen. Irgendwie fehlte mir der rote Faden und ich hatte oft das Gefühl, dass der Autor einfach zu viel wollte mit der Geschichte und den Charakteren.

Um aber auch mal etwas Positives einzubringen: Ein neuer Charakter war für mich, abgesehen vom Ende, das Highlight im Buch: Apfelmotte, diese kleine künstliche Intelligenz mit eigener Persönlichkeit.

Auch das Ende fand ich im Großen und Ganzen nicht schlecht (nicht nur, weil ich endlich durch war), es wirft zumindest viele Fragen auf.

Ich habe den Klappentext zu Teil drei gelesen – und ich bin mir echt nicht sicher, ob ich die Reihe weiterverfolge. Einerseits mochte ich den ersten Teil sehr, andererseits fand ich diesen Teil doch sehr anstrengend bis ermüdend. Ich bin mir nicht sicher, ob Teil drei die Fäden so gut (oder überhaupt) zusammenfließen lässt, dass es diesen Band “entschuldigt”, zumal es eine ganz neue Richtung einschlägt.

Die anderen Leserinnen des Buchclubs fanden das Buch übrigens (größtenteils) gut – das bedeutet: Wenn Euch der erste Teil gefallen hat, lasst Euch von meiner Meinung nicht abschrecken und lest auch den zweiten Teil.

Das BuchAchtung zweiter Teil, Klappentext spoilert wenn man den ersten Teil noch nicht kennt

 

Band 2 der erfolgreichen Sci-Fi-Dystopie THE LOOP!

Luka ist wieder im Gefängnis und diesmal ist es schlimmer als jemals zuvor. Im Block kann er die manipulierten Bilder in seinem Kopf nicht länger von der Realität unterscheiden. Dennoch gelingt ein riskanter Ausbruch und führt ihn und seine Freunde wieder zusammen. Versteckt im Herzen der zerstörten Stadt wird Luka allmählich das Ausmaß ihrer Mission klar: Um den Krieg zu gewinnen, müssen sie Happy besiegen, das alles beherrschende System. Und so ziehen die Jugendlichen mit ihrer stärksten und einzigen Waffe in den Kampf gegen die künstliche Intelligenz: ihrer Freundschaft.

Quelle: Carlsen

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