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Leseeindruck: Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums
Benjamin Alire Sáen
DTV Verlag
384 Seiten

“Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums” war das Januar-Buch, das in unserem Buchclub gelesen wurde. Ich hätte wahrscheinlich selbst nie dazu gegriffen.
Ziemlich einig waren wir uns alle, das man ein wenig das Gefühl hat, ein Schulbuch zu lesen. Das liegt zum einen an der Art, wie der Autor schreibt – aber auch an den Themen, die in dem Buch behandelt werden. Ganz grob geht es um das Erwachsenwerden, die inneren Konflikte, um Freundschaft, Liebe & Familie. Aristoteles und Dante sind keine Philosophen, sondern zwei Teenager, die sich Ende der 80er Jahre in El Paso kennenlernen und sich anfreunden (mexikanischer Hintergrund – daher die Namen habe ich gelernt). Sie sind komplett unterschiedlich und ergänzen sich dadurch gegenseitig.
Meiner Meinung nach behandelt das Buch fast ein wenig zu viel: Zu den oben genannten Themen reihen sich noch sich selbst finden, Freundschaften, Depressionen, Krieg, Schuld, Vergebung, Liebe, Homosexualiät, das Finden der eigenen Identität…

Es fließt zwar alles zusammen und ist auch wichtig für die Entwicklung – aber insbesondere zum Ende hin ging einiges doch sehr “schnell” und einige der Problematiken hatten nicht so viel Raum um sich so zu entfalten, wie sie es verdient hätten. Manches schien mir im “Schnelldurchlauf” abgehandtelt – Dinge, die vorher  sehr viel Zeit einnahmen und sehr wichtig schienen wurden mit gefühlt einem Gespräch geklärt. Das Ende hat mich doch überrascht. Eigentlich war es abzusehen, wenn man nochmal genau nachdenkt, so geht es mir zumindest rückblickend.

Die Geschichte hat mir insgesamt gut gefallen. Besonders am Anfang war ich sehr neugierig und habe mich auf jedes weitere Kapitel gefreut – auch weil es doch ganz anders geschrieben ist, als das was ich sonst lese. Im Mittelteil empfand ich ein paar Längen – das wurde zum Ende dann wieder aufgehoben, weil dann doch recht viel innerhalb kürzester Zeit passiert.

Das Buch war für mich ein “schöner Ausflug”, raus aus meiner Komfortzone und eine Geschichte, über die man intensiv nachdenken kann.

Das Buch

Dante kann schwimmen. Ari nicht. Dante kann sich ausdrücken. Ari fallen Worte schwer. Es scheint so, als wäre Dante die letzte Person, die es schaffen könnte, die Mauern einzureißen, die Ari um sich gebaut hat. Doch trotz ihrer Verschiedenheit werden sie Freunde. Sie teilen Bücher, Gedanken, Träume. Sie beginnen, die Welt des jeweils anderen neu zu definieren. Und entdecken, dass das Universum ein großer und komplizierter Ort ist, an dem man manchmal auch erhebliche Hindernisse überwinden muss, um glücklich zu werden!

Quelle: dtv Verlag

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