Rezensionen

Leseeindruck: Free like the wind

Free like the wind
Kira Mohn
368 Seiten
Kyss Verlag

Kiss – marry – kill! Warum musste ich bei Cayden immerzu daran denken? Ich kann Euch sagen, der Protagonist des Buches Cayden hat definitiv ALLE Phasen bei mir durchlaufen. Mehrmals wollte ich ihn töten. Zum Küssen und heiraten ist er eigentlich zu jung für mich – aber wenn ich 25 Jahre etwas jünger wäre, dann hätte ich das bestimmt noch öfter gedacht.

Ich liebe dieses Buch. Sehr. Beim ersten Teil empfand ich zwischendurch ein paar Längen (wobei ich mittlerweile sicher bin, dass es an mir und einer seltsamen Leselaune lag, ich werde es irgendwann nochmal lesen) – den zweiten Teil wollte ich hingegen nie aus der Hand legen. Ich habe das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen – und das kommt bei mir im Moment ganz selten vor.

Rae ist toll! Sie war uns schon aus dem ersten Teil bekannt, hier lernt man sie als Person natürlich noch genauer kennen. Ganz langsam allerdings und so hat Kira Mohn mich quasi wahsninnig gemacht. Jaaa, man konnte sich einen großen Teil zusammenreimen, aber ich wollte genau wissen was passiert ist. Raes Vergangenheit ist… schwierig. Das führt dazu, dass sie gefangen ist von der Überforsorge ihrer Mutter (Mutter – ich verstehe Dich!) und selbst keinen Plan für Ihr Leben hat. Und so braucht sie eine Auszeit. Die führt sie, inspiriert durch Haven, in den Jasper Nationalpark. Dass ausgerechnet Cayden sie begleitet, ist eher dem Zufall geschuldet – nicht, weil sie so ein tolles Team sind.

Wenn man zusammen der “Wildnis” ausgesetzt ist, kommt man sich zwangsläufig näher. Und damit meine ich jetzt nicht, dass man sich ein Zelt teilt, aber außergewöhnliche Situationen können schon mal dafür sorgen, dass man sich einer anderen Person öffnet – insbesondere wenn man das Gefühl hat, verstanden zu werden.

So, viel mehr will ich jetzt auch gar nicht erzählen, aber für mich war die Geschichte einfach komplett rund. Dazu wieder das Setting im Nationalpark, die Beschreibungen der Natur und das Gefühl der Freiheit – tatsächlich kann ich mir durch die Bücher einen solchen Ausflug tatsächlich ein wenig besser vorstellen (wobei das mit den Beschreibungen des kalten Wassers schnell wieder zunichte gemacht wird).

Eine ruhige, intensive und wahnsinnig emotionale Geschichte und dazu noch dieses Setting. Ein Buch, das ich Euch wahnsinnig gern ans Herz lege. Theoretisch ist es unabhängig vom ersten Teil lesbar – aber ich empfehle die volle Dosis Kanada und den ersten Teil vorweg!

 Das Buch

Splitter anstelle eines Herzens …
Rae wirkt nach außen wie jede andere 20-Jährige, innerlich jedoch ist sie zerbrochen. An einem schrecklichen Tag vor vier Jahren hörte ihre Welt auf, sich zu drehen – und sie steht auch heute noch still. Rae ist erstarrt, gefangen in den Scherben ihres Lebens. Bis die Idee einer Freundin sich in ihr festsetzt: wandern gehen in einem von Kanadas Nationalparks. Weite Landschaften. Nur sie und die Natur. Genauer gesagt: nur sie, die Natur und Cayden. Ausgerechnet Cayden. Er ist ein Aufreißer, nimmt nichts ernst. Doch in seinen Augen liest Rae etwas, das sie schmerzhaft gut kennt …

Quelle: KYSS Verlag

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