Rezensionen

Leseeindruck: How to love a rockstar

How to love a rockstar
Keira Flanagan
Lyx Verlag
288 Seiten

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar durch Netgalley erhalten, vielen Dank auch an den LYX Verlag. Das hat keinen Einfluss auf meine Meinung,

Tja was soll ich sagen? Das Buch ist genau mein Beuteschema, der Klappentext hat mich angesprungen und ich war mir sicher, dass das Buch ein Selbstgänger ist – aber dem war leider gar nicht so.

Bereits der Beginn des Buches machte es mir schwer. Wir haben zwei unterschiedliche Erzählperspektiven: Josy als Ich-Erzähler und von einem Satz auf den anderen wechselt die Perspektive zu Cedric, der allerdings aus der personalen Er-Perspektive erzählt.

Ich musste anfangs doppelt lesen um diesen Wechsel überhaupt zu verstehen. Im Laufe des Buches habe ich mich dann damit abgefunden, gefallen hat es mir aber dennoch nicht weil es mich immer kurz stocken ließ.

Wenn wir gerade beim Schreibstil sind: Die Autorin (oder die Übersetzerin) nutzt viele, viele kurze Sätze. Irgendwie ließ auch das mich stocken. Kurzes Beispiel gefällig?

Der Raum hatte kein Fenster, das ich öffnen konnte. Frische Luft hätte mir gutgetan. Ich musste hier raus. Natürlich konnte ich nicht weit weg.

So zieht es sich durch das ganze Buch. Ich bin sonst echt nicht kritisch, was das angeht – aber hier ist es mir wirklich extrem aufgefallen, und es hat mich gestört weil kein richtiger Lesefluss aufkam.

Leider war das nicht mein einziger Kritikpunkt… Am meisten störten mich die Charaktere, denn anfreunden konnte ich mich mit niemandem – erst zum Ende. Josy ist soooo naiv: “Der Rockstar küsst mich und ich soll seine Fake-Freundin spielen? Okay…”. Ihre beste Freundin ignoriert sie die meiste Zeit. Diese fand ich allerdings auch komplett überzogen in ihrer Reaktion.

Und dann Cedric: Die meiste Zeit dachte ich nur: “Was für ein Arsch!”. Leider konnte ich ihm so rein gar nichts abgewinnen. Ja, vieles ist gewollt dargestellt, aber  dennoch konnten mich auch seine “liebenswerten” Seiten so gar nicht überzeugen. Die beiden Momente der beiden waren mir tatsächlich zu flapsig dargestellt.

Das Grundthema an sich, dass ihm alles zu viel wird und er quasi nur auf seine Berühmtheit, seinen Körper, seinen Erfolg reduziert wird – da hätte man eindeutig mehr draus machen können.

Bandmomente – ein Miteinander der Band, Spaß auf der Bühne, die Liebe zur Musik – nur letzteres kam ansatzweise durch. Die Band ist leider, ganz anders als in vielen Rockstar-Büchern, kein eingeschworener, lustiger Haufen, im Gegenteil. Ich habe kaum Freundschaft gespürt (wenn die Band denn mal erwähnt wurde), sondern auch die sind sich entweder an die Gurgel gegangen, hatten kein Verständnis und waren eher eine Zweckgemeinschaft, die sich aber auch nicht wirklich gut leiden konnte, so empfand ich es auf jeden Fall.

Irgendwie wollte ich das Buch nicht abbrechen – obwohl mich wirklich einiges gestört hat. Ich wollte dennoch wissen, wie es endet. Und wie endet es? Unglaublich abrupt! Zack, das Buch war vorbei. Ich habe verwirrt auf meinen Kindle geklickt, ob da vielleicht doch noch was kommt – aber da war nichts mehr… Eigentlich ist es abgeschlossen, so ist es nicht, aber dennoch fehlt mir hier was. Als wäre der Autorin kein schöner Abschlusssatz, kein Epilog oder Ähnliches eingefallen.

Ich möchte hier einfach mal erwähnen, dass die anderen Meinungen, die man z.B. auf Amazon findet, eine ganz andere Sprache sprechen. Für mich war das Buch leider nichts, aber vielleicht passt es für Euch. Also sollte Euch der Titel anlachen: Probiert es und ich würde mich freuen, eine Rückmeldung zu bekommen.

Das Buch

Im Blitzlichtgewitter sieht die Welt auf einmal ganz anders aus”

Das muss auch Josy erfahren, deren Leben auf einmal Kopf steht, nachdem Cedric, der Leadsänger der Lonely Lions, Irlands angesagtester Band, sie vor laufenden Kameras geküsst hat. Nun denkt die ganze Welt, dass sie seine Freundin ist – eine Lüge, die Cedric gerne aufrechterhalten würde, denn er ist den Presserummel um sein Privat- und Liebesleben gründlich leid! Er will endlich Zeit haben, sich voll auf seine Musik zu konzentrieren. Nur so kann er vergessen, was er zurückgelassen hat, um dahin zu kommen, wo er jetzt ist. Also schlägt er Josy vor, noch eine Weile länger seine Freundin zu spielen. Doch je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr verschwimmen die Grenzen von Spiel und Wirklichkeit …

(Quelle: Lyx Verlag)

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