Rezensionen

Leseeindruck: Märchentrümmer

Märchentrümmer
Mia M. Hope
377 Seiten

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar gelesen – vielen Dank an die Autorin!

Wie ihr wisst, nehme ich eigentlich kaum Rezensionsexemplare an – weil ich einfach immer nicht weiß, wann ich Zeit/Lust zum Lesen bestimmter Bücher habe.
Aber dann kommen Bücher, die von der Thematik her so gut klingen, dass ich dankbar bin, sie lesen zu dürfen.  Ein Beispiel ist Märchentrümmer von Mia M. Hope – eine Mischung aus Dystopie und Reality-Roman. Das Buch enthält Elemente, die noch ein wenig futuristisch klingen, aber hauptsächlich auf Beziehungen und deren Entwicklung eingeht, die es leider viel zu oft gibt – und dieser Teil der Geschichte ist einfach brutal nah an der Realität (im wahrsten Sinne des Wortes). Ich finde diese Mischung so genial und es sorgte auch dafür, dass ich von Anfang an neugierig und begeistert war.

Das Buch handelt von Jo, die bei einer Pflegemutter aufwächst und sich nach verschiedenen, sagen wir mal moralisch kritischen Situationen, entschließt, während einer Flutkatastrophe zu flüchten.
Dabei trifft sie auf Rick – ihren Retter, einen vermeintlichen Traumtypen und erste große Liebe. Sein Umfeld, seine “Bande” ist geprägt von kriminellen Aktivitäten… aber manchmal ist es in so einer Gesellschaft auch einfach nötig, gegen das Gesetz zu verstoßen um leben zu können…

Also ich konnte Rick ja nie wirklich leiden  – aber als Außenstehende lässt sich das ja leicht sagen. Tiefe Dankbarkeit, große Liebe und eine rosarote Brille, Selbstzweifel und Manipulation. Die Autorin hat mit Jo gezeigt, wie schwer es ist, aus einer solchen Beziehung zu entkommen. Die Themen der toxischen Beziehungen und narzisstischer Charaktere haben mich manchmal verzweifeln lassen. Es ist alles nachvollziehbar, hart, teilweise aussichtslos. Emotionale und körperliche Folter werden gezeigt und es ist teilweise zum Verzweifeln.

Ein großartiger Debütroman – auch wenn mir der erste Teil, der Weg in die Beziehung noch ein wenig länger hätte dauern können (Achtung, jammern auf hohem Niveau) ist es ein Buch, das nachhallt und in Erinnerung bleibt.

Das Buch

Eine herzergreifende Love-Story mit Abgründen! Eine verzweifelte Ausreißerin, ein undurchsichtiger Bad Boy und eine verhängnisvolle Abhängigkeit, die sie aneinanderfesselt. New Orleans im Jahr 2035: Die 17-jährige Jo-Ann ist verzweifelt. Sie hat keine Lust mehr, sich in der Kneipe ihrer kaltherzigen und berechnenden Pflegemutter ausnutzen zu lassen. Sie will ein neues Leben fernab von New Orleans beginnen. Als in der Stadt eine Sturmflut wütet, nutzt Jo-Ann das Chaos und die Panik, um wegzulaufen. Sie schließt sich einer Gang junger Männer an und ahnt nicht, dass dadurch alles nur noch schlimmer wird. Sie verliebt sich in Rick, den gutaussehenden Anführer der Gang, und stürzt sich in eine leidenschaftliche Beziehung mit ihm. Doch hinter seiner coolen Bad-Boy-Attitude verbirgt sich ein düsteres Geheimnis. Als Jo-Ann davon erfährt, wird ihr klar, in welcher Gefahr sie schwebt und dass sie sich von Rick trennen muss. Und zwar sofort, denn Rick ist eine tickende Zeitbombe. Mia M. Hope räumt auf mit sämtlichen Bad-Boy-Klischees: Die Tabu-Themen “toxische Beziehung” und “Gewalt in der Beziehung” werden schonungslos aufgegriffen. Stimmen zum Buch: Dieser Roman geht unter die Haut: Mia M. Hope beschreibt schonungslos den Verlauf einer toxischen Beziehung. Mia M. Hope schreibt „Reality-Romane“– das ist own-voice hautnah! MÄRCHENTRÜMMER ist mitreißend und direkt. Ein moderner Reality-Roman, der die Sprache der jungen Generation spricht.

Quelle: Mia M. Hope

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