Rezensionen

Leseeindruck: Melyn – Leg Dich nie mit einem Meeresgott an

Melyn – Leg Dich nie mit einem Meeresgott an
Ira Potter
Piper Verlag
318 Seiten

Fans von Mythologie und Gottheiten aufgepasst: Habt Ihr euch schon mal mit keltischer Mythologie beschäftigt? Es ist ganz was anderes, fernab der Götter, die man vielleicht schon kennt (auf jeden Fall ging es mir so).

Ganz am Anfang der Rezension erst einmal ein Fail von mir. Ich habe den Klappentext schon vor längerer Zeit gelesen, für genial befunden und das Buch sofort vorbestellt. Ziemlich schnell, nachdem es auf meinem Kindle gelandet ist, habe ich dann begonnen es zu lesen. Ich muss jetzt ehrlicherweise gestehen, dass ich die ersten drei Kapitel nicht so wirklich realisiert habe, dass Cooper ein Mann ist. Ja, Asche auf mein verwirrtes Haupt (es steht ja sogar im Klappentext), aber der Aspekt hat mich dann schon ziemlich begeistert, denn meistens bekommt man ja eine weibliche Protagonistin und deren Sicht zu lesen.

Dazu kommt ein wunderbarer, witziger Sidekick. Listig, lustig und ein Highlight für sich. Daliwr ist ein Wassergeist und man kann ihn lange Zeit nicht so recht einschätzen. Dennoch – bei so einem Abenteuer möchte man ihn an seiner Seite haben.

Die Story ist teilweise schnell und aufbrausend wie ein zorniger Meeresgott. Leider muss ich sagen, dass für mich hierdurch das wunderschöne Setting zu kurz kam – ich konnte es mir nicht so recht vorstellen, und für mich hätte teilweise das Tempo rausgenommen und die Unterwasserwelt noch etwas mehr ausgearbeitet werden können. Aber das ist ja eher Geschmackssache und so ist es ein rasantes Lesevergnügen mit vielen Wendungen und Überraschungen.

Mit “Melyn – Leg Dich nie mit einem Meeresgott an” bekommt man eine Geschichte, die man anhand des Klappentextes überhaupt nicht vorhersehen kann. Meer, ein Unterwasser-Setting, Wales-Liebe, ein queerer Anteil, uralte Konflikte, Götter und Fabelwesen – hört sich gut an, oder?

 

Das Buch

Ein seltsames Mädchen aus der Anderwelt. Ein Student, der in einen uralten Konflikt gezogen wird. Und der drohende Zorn eines mächtigen Meeresgottes. Stürmische Fantasy an der walisischen Küste für Leser*innen von Nicole Gozdek und Nina MacKay 

»›Ein Ceffyl Dŵr‹, wisperte Melyn. 
Innerlich zuckte ich zusammen. Dieses bezaubernde Wesen sollte ein bösartiger Wassergeist sein? Es handelte sich doch nur um ein Pferd! In leichten Schritten trat es auf uns zu und hob anmutig den Kopf. Es blickte mich direkt an.« 

Als der Student Cooper ein hilfloses Mädchen am Strand findet, ahnt er noch nicht, dass er einer Legende auf der Spur ist: Melyn stammt aus einem versunkenen Land vor der walisischen Küste. Sie soll einen wichtigen Auftrag erfüllen, sonst muss ihre Mutter sterben. Cooper möchte ihr unbedingt helfen, nach Hause zu kommen – doch dafür muss er einen gefährlichen Bund mit dem unberechenbaren Gestaltwandler Daliwr eingehen. Und über all dem steht der übermächtige Zorn des Meeresgottes Llŷr, der ganz Wales bedroht …

Quelle: Piper Verlag

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