Rezensionen

Leseeindruck: Panem X

Die Tribute von Panem X – Das Lied von Feuer und Schlange
Suzanne Collins
Oetinger Verlag
608 Seiten

Als dieses Buch erschien, war mir klar, dass ich es lesen will. Nicht alle sind von dem Prequel begeistert und der Preis ist ja auch zeimlich stolz – was keine Kritik sein soll. Hier gab es in den letzten Wochen einige interessante Artikel zur Entwicklung – Gedankenvielfalt und Aus dem Leben einer Büchersüchtigen haben sich hierzu Gedanken gemacht. Die Beiträge fand ich super und deshalb verlinke ich sie, das soll aber hier gar nicht Thema sein.

Ich hatte das große Glück das Buch zu gewinnen und deshalb habe ich es jetzt schon gelesen. Ansonsten hätte ich es erst später bekommen, denn meine Familie hatte die klare Anweisung, dass ich mir das Buch zum Geburtstag wünsche….

So, genug gesabbelt, es soll ja um das Buch und den Inhalt und meine Meinung gehen. Die ersten zwei Drittel würde ich sagen: WOW, was für ein Highlight. Bis zu einem gewissen Punkt habe ich allen möglichen Leuten, auch wenn sie eigentlich gar nichts davon hören wollten, erzählt, WIE sich die Situation darstellt und wie sensationell ich dieses veränderte Setting finde. Es war grandios, nach Panem zurückzukehren. Eine bekannte Welt – aber ganz anders als in der Trilogie. Das Kapitol ist noch stark gezeichnet vom Krieg, da ist noch nicht viel von dem glänzenden Ruhm. Was jedoch schon vorhanden ist: Stolz, besonders auf den Familiennamen, der öffnet auch teilweise hier schon die Türen. Wir lernen die Vorfahren einiger Charaktere kennen, die uns auch aus den anderen Büchern bekannt sind.

Es ist ziemlich erschreckend – sowohl die Situation in Panem als auch die Hungerspiele, die nicht mal ansatzweise so sind, wie wir so kennen. Roh. Brutal. Ohne Glanz und ohne Charme.

Im Gegensatz zu Corelanius Snow, denn dieser hat zu dieser Zeit tatsächlich Glanz und Charme. Suzanne Collins hat es geschafft, dass ich ihn anders wahrnehmen konnte – menschlicher. Mit fortschreitender Handlung erkennt man, was ihm wichtig ist und wie er sich entwickelt. Meiner Meinung nach wirklich gut gelöst – vieles macht es einfacher, seine Haltung und auch sein Verhalten zu erklären. Es gab einige Schlüsselsituationen, in denen er sich hätte anders entscheiden können. Teilweise hat er, man muss aber auch sagen dass auch er Psychospielchen unterliegt, die er quasi “gelernt”  und für sein späteres Leben übernommen hat.

So begeistert wie mich der große Teil der Geschichte hat – das Ende war leider nicht meins. Ab einem bestimmten Zeitpunkt zu schnell und ohne weitere Erklärung. Ach was hätte ich mir gewünscht, dass es zu einem finalen Showdown kommt, etwas, dass mich komplett verstehen lässt, warum es so kam. Aber: Das war mir nicht genug und hat leider einen faden Beigeschmack hinterlassen.

Dennoch zu einem großen Teil ganz große Liebe. Falsches Wort: Highlight. Es war grandios, in das alte Panem zurückzukehren und die Entwicklung zu sehen, die das Land und die Hungerspiele vollzogen haben. Von mir aus könnte es noch mehr davon geben!

Das Buch

Ehrgeiz treibt ihn an. Rivalität beflügelt ihn. Aber Macht hat ihren Preis. Es ist der Morgen der Ernte der zehnten Hungerspiele. Im Kapitol macht sich der 18-jährige Coriolanus Snow bereit, als Mentor bei den Hungerspielen zu Ruhm und Ehre zu gelangen. Die einst mächtige Familie Snow durchlebt schwere Zeiten und ihr Schicksal hängt davon ab, ob es Coriolanus gelingt, seine Konkurrenten zu übertrumpfen und auszustechen und Mentor des siegreichen Tributs zu werden. Die Chancen stehen jedoch schlecht. Er hat die demütigende Aufgabe bekommen, ausgerechnet dem weiblichen Tribut aus dem heruntergekommenen Distrikt 12 als Mentor zur Seite zu stehen – tiefer kann man nicht fallen. Von da an ist ihr Schicksal untrennbar miteinander verbunden. Jede Entscheidung, die Coriolanus trifft, könnte über Erfolg oder Misserfolg, über Triumph oder Niederlage bestimmen. Innerhalb der Arena ist es ein Kampf um Leben und Tod, außerhalb der Arena kämpft Coriolanus gegen die aufkeimenden Gefühle für sein dem Untergang geweihtes Tribut. Er muss sich entscheiden: Folgt er den Regeln oder dem Wunsch zu überleben – um jeden Preis.

Quelle: Oetinger Verlag

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