Rezensionen

Leseeindruck: Pinguine lieben nur einmal

Pinguine leben nur einmal
Kyra Groh
forever Verlag
385 Seiten

Vielen Dank an Netgalley und den Verlag für das Rezensionsexemplar – meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Ich habe ja erst kürzlich die Autorin für mich entdeckt – “Leben ist eine verdammt fiese Illusion” gehört ja jetzt schon definitiv zu meinen Jahreshighlights. Angefixt von Lesen im Mondregen, die uns mehrfach nötigen wollte, auch “Pinguine leben nur einmal” mit ihr zu lesen, habe ich (leider etwas später sodass wir nicht zusammen lesen konnten) dieses Buch angefangen.

Und: Auch bei diesem Buch hatte mich die Autorin auf den ersten Seiten. Ich liebe ihre Art zu schreiben. Frech, lustig, sarkastisch und einfach unglaublich unterhaltsam.

Die Protagonistin Feli ist echt genial. Sie ist einfach ein Typ, den ich total ins Herz schließen konnte. Sie hat ihre Ecken und Kanten, viele Macken und absolut nicht perfekt. Einerseits total chaotisch aber auch irgendwie aber auch strikt durchorganisiert und fast schon Monk-mäßig daher kommt – aber immer sympathisch. sie hat jede Menge Sorgen und total nachvollziehbare Ängste. Sie weiß, dass sie nicht perfekt ist – aber wee zum Teufel ist das schon.

In diesem Buch bekommt man keine graue Maus, die sich selbst nicht hübsch findet aber eigentlich ist sie sich ihrer Schönheit nur nicht bewusst (das sorgt mittlerweile zu Augenrolllen bei mir) – Feli hat nicht unbedingt Modelmaße, kämpft sie mit ihrem Selbstbewusstsein und ist: echt. Manchmal möchte man ihr in den Hintern treten dass sie sich aufradden oder zumindest Harry Potter leiser stellen soll (Hach ja, habe ich schon gesagt, dass sie mir sympathisch ist?), manchmal möchte man sie einfach njur in den Arm nehmen. Oder mit ihr einen Sienstags abend Sat 1 Film schauen.

Ja, und dann haben wir Janosch. Janosch ist so ein bisschen mein Maybe Someday Held. Was ich euch damit sagen will? Eigentlich gar nichts. Eigentlich ist er launisch und mürrisch, aber irgendwie auch nicht. Auch er hat halt seine Macken. Und das erste Treffen der beiden ist ganz großes Kino – ein bisschen Fremdschämen und ich musste es zweimal lesen, aber dann war ich begeistert und überrascht.

Neben den beiden Protagonisten gibt es aber noch einige Nebencharaktere, die mir wahnsinnig gut gefallen haben und die die Geschichte einfach rund gemacht haben. Felis Mitbewohner, Janoschs Familie – alle irgendwie besonders und sehr unterhaltsam.

Abgesehen von den einzelnen kurzen Kapiteln haben mir auch die “Akte” und deren “Wer auftritt”-Vorstellungen sehr gut unterhalten. Die Special Guests waren wirklich vielfältig gewählt und entsprachen ganz meinem Geschmack.

“Pinguine lieben nur einmal” ist eine lockere, leichte und wirklich witzige Geschichte, die mich voll und ganz für sich einnehmen konnte. Kyra Groh hat ein Händchen für ihre Charaktere und einen tollen Stil. Ihre Geschichten sind immer unterhaltsam aber dennoch überhaupt nicht oberflächlich – eine Kombination, die mir wahnsinnig gut gefällt.

Das Buch

Felicitas, genannt Feli, ist ein bisschen kompliziert, zugleich Chaosqueen und Gewohnheitstier. Trotz Anglistik-Studium (nicht auf Lehramt) besitzt sie mit ihren 20 Jahren nicht mal ein Bücherregal. Und sie schämt sich auch nicht dafür, dass sie süchtig nach dem Sat1 „Family Movie” am Dienstag ist, den sie keine Woche verpasst. Denn wenn es im echten Liebesleben schon nicht läuft, dann kann sie sich wenigstens auf das Fernseh-Happyend verlassen. Bis sie eines Tages ihrem neuen Nachbar Janosch vor die Füße fällt, der zwar rein äußerlich Traummann-Potential hat, aber unhöflich und sarkastisch ist. Und so fängt sicher keine große Liebesgeschichte an, oder?

Quelle: forever

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