Rezensionen

Leseeindruck: Touch me – Wenn Worte berühren

Touch me: Wenn Worte berühren
Lenia von der Weide
320 Seiten

Was für eine Geschichte. Nach dem Lesen habe ich es sofort an Diana von Magictimes weiterempfohlen weil ich mir GAAAAANZ sicher war, dass sie das Buch auch lieben würde. Ich hatte übrigens recht, sie kannte es aber schon. Deshalb nochmal hier und an alle: Eine absolute Leseempfehlung.
Ich fand schon das erste Buch der Autorin toll – sie schreibt wirklich ganz besonders. Aber dieses hier setzt noch einen drauf – und das habe ich wirklich nicht erwartet.

Die Geschichte ist so real und aus dem Leben gegriffen, zwischen täglichem Wahnsinn, den man als Mutter nachempfinden kann aber dazu noch absolut packend. Wenn Worte berühren klingt nach einer schmalzigen Liebesgeschichte?
ÜBERHAUPT NICHT. Hier sind keine zarten und liebevollen Liebesbriefe gemeint.
Worte können auch anders berühren – wenn man unter der Tür durchgeschobene Liebesbotschaften erhält, bei denen man keinerlei Ahnung hat, wer sie geschrieben haben könnte, dann ist das schon beängstigend. Laura, die Protagonistin des Buches ist erst irritiert, nach und nach lässt sie sich aber immer mehr davon beeinflussen. Der Gedanke, dass jemand aus deinem Umfeld, der dir offensichtlich täglich begegnet und dich beobachtet, dir diese Nachrichten schreibt – ohne zu wissen wer… Das geht auf die Psyche. Natürlich hätte man von Anfang an rigoroser mit solchen Nachrichten umgehen können – Ab zur Polizei. Aber mal ehrlich, macht man das? Ich finde Lauras Verhalten absolut nachvollziehbar. Ich hätte wahrscheinlich auch nicht viel anders gehandelt.
Die Charaktere des Buches sind großartig ausgearbeitet. Sie sind alle so aus dem Leben gegriffen. Die Autorin baut aber auch völlig normale Situationen ein, verschönt nichts und schreibt dabei so herrlich witzig und spannend, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Ich wollte wissen, was es mit den Briefen auf sich hat (und ich wäre nicht mal im Treum darauf gekommen) und wie es mit Raphael weitergeht – denn auch der männliche Protagonist ist ganz weit von einem klischeehaft Charakter entfernt.

Ich könnte noch ganz viel mehr schreiben, mein Fazit bleibt aber: eine unglaublich lesenswerte Geschichte, die ich total und sowas von empfehlen kann. Spannend, voller Humor und mal ganz fernab der typischen New Adult Geschichten. Man erhält Schmetterlinge im Bauch, Gänsehaut und dazu noch ein Grinsen im Gesicht – für mich eine perfekte Mischung!

Ich wünsche mir, dass die Autorin noch ganz viele Bücher schreibt.

Das Buch

Wenn die Angst in deinem Kopf wohnt und die Liebe in deinem Herzen – wer gewinnt?

Laura hat ihr Leben fest im Griff. Verständlich, dass Raphael für sie nur ein One-Night-Stand ist. Allerdings einer, der ihr Herz höherschlagen lässt und ihre Gedanken vollends vereinnahmt. Zufällig sieht sie ihn wieder. Was ganz einfach sein könnte, ist verdammt schwer. Denn warum sollte sie eine Beziehung wollen, wenn unverfänglicher Sex ebenso möglich ist? Zudem belasten sie die Briefe eines Unbekannten. Sie unterschätzt die Gefahr dahinter, bis es beinahe zu spät ist.

Wem vertraut sie sich an? Ist sie bereit für die Liebe? Und wer zum Teufel schreibt diese Briefe?
Finde es heraus und begleite Laura durch urkomische Alltagssituationen, heiße Nächte und eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Doch sei gewarnt: Für eine Wunde braucht es kein Messer, ein Wort genügt. Worte berühren. Auf gute und auf schlechte Weise.

Sinnlich. Witzig. Atemberaubend. Echt.

Quelle: Lenia von der Weide

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