Rezensionen

Leseeindruck: Trust me – Ally & Luc

Jennifer Jancke
Trust me: Ally & Luc
392 Seiten

“Eine Geschichte über Verlust, Angst und Demütigung.” So startet der Klappentext – und genau das bekommt man auch bei der Geschichte. Das Buch startet mit einem Prolog in der Vergangenheit – was ein wirklich guter Einstieg in die Geschichte war und schon vieles deutlich machte. Ally ist ein toller, sympathischer, wenn auch völlig verunsicherter und verletzter Charakter. Sie tat mir wirklich unglaublich Leid, zumal “es”bzw. “sie” total ungerecht war.

Grundsätzlich fand ich die Idee und auch den Verlauf der Geschichte sehr gut. Es gab einige “Schlüsselszenen” die ich wirklich grandios fand – jede Menge Geheimnisse, Familie und die Beziehungen untereinander. Besonders rücklickend auf das Buch gefällt mir, in welchem Tempo sich die Geschichte entwickelt hat und was nach und nach zur Sprache kommt.

Was mir allerdings nicht ganz so gefallen hat, und da kommt jetzt ein kleines ABER: Die Entwicklung der Gefühle zwischen den Protagonisten. Ally und Luc sind beide wunderbar und haben beide ihr Päckchen zu tragen, ganz klar. Und sie passen auch wirklich toll zueinander. Dass sie sich in dieser speziellen Konstellation wieder treffen – ich verstehe, dass sie sich zusammenschließen und dass sowieso schon vorhandene Gefühle verstärkt werden. Dennoch kam es nicht ganz bei mir an. Ich kann nicht mal genau sagen, was mich daran gestört hat, manchmal fehlte mir etwas, das ist aber mein subjektiver Eindruck.

Ebenso war die Grundstimmung zu bedrückend und angespannt für mich. Ich hätte mir mehr auflockernde Momente gewünscht, Szenen, in denen ich lachen und aufatmen kann. Nicht falsch verstehen – natürlich gab es welche aber, für mich zu wenig, meistens war es doch eher emotionsgeladen.

Was ich allerdings extrem hervorheben muss, sind die vielseitigen Charaktere. Jennifer Jancke hat es geschafft, die eigentlich doch eher Klischee-behafteten Charaktere mit Leben zu füllen. Reiche Familie, schwarzes Schaf, Emporkömmlinge, Alkohol, Drogen… Man könnte meinen, dass jeder Charakter der Geschichte seine Rolle zu spielen hat – dennoch entwickeln sich diese und sprengen den Rahmen, den ich erwartet habe.

Familie, Ängste, Drama und jede Menge Gefühle – wer auf die Suche nach einem solchen Buch ist, der liegt hier definitiv nicht falsch.

Das Buch

Eine Geschichte über Verlust, Angst und Demütigung. Eine Geschichte über Stärke. Eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt.

»So oft stehen wir alle zwischen Wahrheit und Lüge, wissen nicht, was wir tun, wofür wir uns entscheiden sollen, bis uns jemand an die Hand nimmt und uns den Weg zeigt, der in diesem Moment der richtig ist. So steinig und mühsam er auch erscheinen mag.«

Alison Summer hat ihrer Heimat den Rücken gekehrt, um zu vergessen, was in der Nacht ihres Abschlussballs geschehen ist. Vier Jahre später fährt sie zur Hochzeit ihrer Schwester doch wieder nach New York und muss sich nicht nur ihren Erinnerungen stellen, sondern auch ihrer Mutter, für die sie schon immer das schwarze Schaf der Familie gewesen ist. Als sie auch noch Lucian Aston, Bruder des Bräutigams und Sprössling einer der reichsten Familien der Stadt, begegnet, geraten ihre Gefühle vollkommen durcheinander. Er ist witzig, charmant und extrem sexy. Noch dazu lockt er Alison mit seiner lässigen Art allmählich aus ihrem Schneckenhaus heraus, doch sie ist entschlossen, so schnell wie möglich zu verschwinden. Als der schöne Schein, der die Astons umgibt, zusammenbricht, und sich die Ereignisse überschlagen, muss sie sich ihren Dämonen stellen und eine Entscheidung treffen …

(Quelle: Jennifer Jancke)

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