Rezensionen

Leseeindruck Wildflower Summer

Wildflower Summer – In deinen Armen
Kelly Moran
KYSS Verlag
368 Seiten

Ich LIEBE die Redwood-Reihe von Kelly Moran – die Bücher sind süß, witzig und es waren Bücher, die mich ab Seite eins durchgehend begeistert haben. Dementsprechend war ich absolut optimistisch, dass mich auch Wildflower Summer der Autorin begeistern könnte. Aber Wildflower Summer ist anders. Die süße Leichtigkeit, das Wohlfühlfeeling, die Charaktere, die liebenswert, miteinander verbunden sind – es dauert, bis es sich entwickelt.
Dieses Buch startet ruhiger und schon gleich emotionaler – die erste Szene führt uns auf einen Friedhof, das zeigt schon schnell die die erste Ernsthaftigkeit und die Emotionen, die mit diesem Buch einhergehen. Olivia hat ihren Bruder ungefähr ein halbes Jahr bevor wir in die Geschichte einsteigen verloren. Er starb im Einsatz und jeden Tag besucht sie den Friedhof und spricht mit ihrem Bruder, den sie unglaublich vermisst. Kurz darauf trifft Nathan ein – er war ein Freund ihres Bruders und war auch dabei, als dieser starb. Er übergibt Olivia einen Brief ihres Bruders – und bleibt, um sie zu beschützen, denn das hat er ihrem Bruder versprochen…
Tatsächlich brauchte ich hier viiiieeel länger, bis mich das Buch hatte. Zwischendurch war ich sogar kurz davor es wegzulegen – nur das Wissen, dass die Autorin schreiben und mich begeistern kann, hat mich weiterlesen lassen – und ich bin eigentlich froh, dass ich nicht aufgegeben habe. Meine “Ich bin irritiert-Liste schreibe ich Euch ans Ende des Beitrags – nicht dass sie spoilern, aber dennoch.
Die Punkte an sich waren einzeln für sich eigentlich nicht so dramatisch, aber irgendwie haben mich diese Dinge echt überlegen lassen, ob ich abbrechen will. Irgendwie empfand ich es als nicht so rund und liebevoll ausgearbeitet. Wie gesagt – zum Glück habe ich es nicht abgebrochen nicht, denn es entwickelte sich  gut. Irgendwann hatte ich Herzchen in den Augen – aus dem Grund, wie die Charaktere miteinander umgehen. Damit meine ich nicht nur die Protagonisten auch die anderen Charaktere.
Olivia mochte ich, trotz eines kleinen Ausrutscher am Anfang eigentlich ganz gerne – sie kümmert sich um andere und ist teilweise auch echt witzig. Nathan brauchte Zeit sich zu entwickeln. Als Leserin weiß man zwar schnell, weshalb er so ist, wie er ist. Schubsen oder kleine Schläge auf den Hinterkopf wollte ich ihm dennoch manchmal geben. Seine Gründe waren tatscählich absolut nachvollziehbar – und die einzelnen Punkte waren schon nicht einfach. Mehrere Themen fließen mit ein – und es hat einen Grund, weshalb er eher verschlossen und für sich ist und weshalb er keine Beziehung mit Olivia möchte. DAs lässt sie aber einfach nicht gelten und fordert ihn in vielen Dingen heraus.
Mir hat sehr gefallen, wie er sich entwickelte – in Bezug auf Olivia, aber noch schöner fand ich, wie er sich insgesamt einfügen konnte.
Insgesamt hat mir der Mittelteil wirklich gut gefallen.
Ob ich das Buch weiterempfehlen würde, weiß ich nicht – aber um sich berieseln zu lassen, ist es nicht schlecht. Das Setting hat mir wirklich gut gefallen: Die Ranch, die Beschreibungen und besonders das Miteinander.

Je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr kritische Dinge habe ich:
  • Es gab in den ersten Kapiteln mehrere Dinge, die mich irritiert haben – eins habe ich schon mit den Pinkys ausdiskutiert, und das ist wahrscheinlich mein persönliches Empfinden. Der Protagonist Nathan ist 1,90 m groß. Das ist sicherlich nicht klein – aber dauernd wird er als Riese, Gigant oder ähnliches beschrieben. Von allen, auch den Männern auf dem Hof. 1,90 ist für mich jetzt nicht so außergewöhnlich – ich bin wahrscheinlich mit vielen großen Menschen umgeben…. Seine trainierte, muskulöse Army-Statur macht ihn wahrscheinlich auch noch beeindruckender, sodass ich letztendlich damit umgehen konnte.
  • Zweiter Punkt, kurz vor Abbruch: geplanter Ausritt, er kann nicht reiten, soll einen ganz zahmen dreijährigen Hengst kriegen, sie nimmt einen noch etwas unruhigeren zweijährigen Wallach. Kommt nur mir das komisch vor?
  • Drittens: ein/zwei Blicke, absolute Anziehungskraft auf beiden Seiten. Haben beide so noch niiiiiiiee gespürt – bin ich ja nicht so ein großer Freund von…
  • Seite 135, ja, sie finden sich toll und heiß, aber da ist noch nicht mal ansatzweise eine Beziehung oder ähnliches – sein Kosename für sie: Baby. Es passte einfach nicht für mich… Auch von seinem Typ her nicht, aber okay.
  • Hat er vielleicht ein kleines Problem mit Eifersucht? Kam mir manchmal so vor und beschützen ist für mich etwas anders. Und auch da – NOCH KEINE BEZIEHUNG!
  • Und als sie sich dann endlich gefunden haben – zwei Kapitel viel zu viel Sex. Das habe ich dann mal quer gelesen, das war mr einnfach nur zu viel des Guten. Ich habe mich für die beiden ehrlich gefreut – aber: Habe ich schon gesagt, dass mir das zu viel war?

Okay, ihr seht – vielleicht habe ich mich etwas reingesteigert. Es ist nicht so, dass ich das Buch nicht mochte, zwischendrin habe ich es echt gern gelesen. Aber besonders mit ein paar Tagen Abstand sind die Kritikpunkte besonders präsent.

Kelly Moran schreibt locker und leicht – dieses ist eher kein Wohlfühlbuch wie die Redwood-Reihe, vielleicht wird es das zum zweiten Teil hin, jetzt, wo man die Charaktere schon kennt. Eigentlich reizt mich die Geschichte, die Protagiónisten des zweiten Teils lernt man in diesem Buch schon kennen. Ganz eventuell werde ich es lesen, ich muss mich aber erst von diesem Buch seelisch erholen.

Das Buch

Ein Himmel, der unendlich erscheint, Berge, deren schneebedeckte Spitzen in der Sonne glitzern, Wildblumen, die sich im Wind wiegen. Dieser Anblick erwartet Nate Roldan, als er die Wildflower Ranch erreicht. Im selben Moment wird ihm klar, dass er nicht hierhergehört. Mit seinem Motorrad und seinen Tattoos sticht er an diesem schönen, friedlichen Ort heraus wie ein hässlicher Ölfleck.
Nur scheint das Olivia Cattenach nicht zu stören.
Ihretwegen ist Nate hier. Er hat ihrem sterbenden Bruder geschworen, auf sie aufzupassen. Und diese Aufgabe wird er erfüllen, egal was es ihn kostet. Er hätte nur nicht gedacht, dass der Preis sein Herz ist …
Quelle: KYSS Verlag

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