Dies und das

Muss ein Buch perfekt sein, damit ich es mag?

Lasst uns mal über Bücher, unsere Meinungen, Kritik und Rezensionen sprechen…
In den letzten Monaten/speziell Wochen habe ich festgestellt, dass ich Bücher lese und währenddessen nicht unbedingt komplett überzeugt bin. Manchmal sind es mir zu viele Klischees, manchmal ist es für mich zu vorhersehbar, manchmal ist es mir einfach zu viel des Guten. Oft lege ich Bücher deswegen weg und habe keine Lust mehr darauf. Manchmal pausiere ich und lese sie zu einem anderen, passenderen Zeitpunkt weiter.

Darauf will ich aber heute nicht hinaus – manche Bücher lese ich trotz der genannten (oder anderen) Kritikpunkte weiter, weil sie irgend etwas besonderes haben, das mich dazu bringt, dass ich weiterlesen möchte und gebe ihnen danach sogar eine gute Bewertung.
Aber warum ist das so? Warum  bekommt ein Buch von mir z.B. eine gute 3- oder sogar 4-Sterne-Bewertung bei Amazon, obwohl ich es anfangs vielleicht teilweise übertrieben fand?

Weil ich die Autoren mag? Daran liegt es nicht, dann würde ich auch z. B. die Bücher von Sebastian Fitzek weiterlesen und grandios bewerten, denn ich finde ihn als Typen und Autor supersympathisch. Aber mit seinen letzten Büchern konnte ich leider nicht mehr viel anfangen, weil es mir zu konstruiert war (ja, schlagt mich ruhig…).

Weil ich mir die Chance auf Rezensionsexemplare nicht verderben will?
1. In meinem “Jahresabschluss” (ja, ich habe es dieses Jahr mehr oder weniger notiert) kann man erkennen, dass ich hauptsächlich selbst kaufe oder über Kindle unlimited lese.
2. Wenn mir ein Buch eines Autors nicht gefällt – dann will ich auch nicht unbedingt ein weiteres von ihm/ihr lesen, also muss ich da auch nichts schön reden.
Das ist es also auch nicht!

Stattdessen ist es ganz einfach: es ist pures Gefühl. Ich habe keine Liste, auf der ich Kriterien abhake und nach denen ich bewerte. Es ist der Gesamteindruck, den ein Buch bei mir hinterlässt, manchmal sind es Kleinigkeiten. Wenn mich ein Buch gut unterhält und witzig ist, dann sehe ich auch mal über Logikfehler oder eine Geschichte voller Klischees hinweg.
Wenn etwas überraschendes passiert und mich das Buch deswegen irgendwie begeistert – dann treten andere Kritikpunkte in den Hintergrund, auch wenn ich sie trotzdem aufführe und nenne.
Manchmal bin ich einfach nur vom Schreibstil oder den Charakteren fasziniert und kann vernachlässigen, wenn die Geschichte nicht ganz rund ist.

Genauso geht es natürlich auch in die andere Richtung. Manchmal habe ich an Büchern nicht unbedingt etwas spezielles, das mich stört – theoretisch ist alles gut und schlüssig, und dennoch bin ich nicht begeistert…

Ihr seht, es ist nicht immer logisch wie ich bewerte – manchmal reicht mir etwas besonderes, ein kleiner Funke und ich bin glücklich mit der Story. Bücher müssen nicht perfekt sein, damit ich sie mag – besonders finde ich sowieso schöner. Ich könnte hier noch den Vergleich “Wir Menschen sind ja auch nicht perfekt” einfügen, aber ich glaube, ihr habt schon verstanden, worauf ich hinaus will….

Wie seht ihr das? Muss ein Buch perfekt sein, damit ihr es mögt?

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