Rezensionen

Leseeindruck: Night of Crowns

Night of Crowns
Stella Tack
Ravensburger Verlag

Wenn die Erwartungen einfach zu hoch sind…

Ich mag den Schreibstil von Stella Tack unglaublich gerne. Sie ist witzig, abgedreht und ihre Bücher machen mir einfach unglaublich viel Spaß, egal ob ihre New Adult-Bücher oder auch Fantasy (Warrior & Peace). Night of Crowns lag seit dem Erscheinungstag bei mir und ich hatte sehr hohe Erwartungen weil ich fast nur positive Reaktionen und Lobeshymnen darüber gehört habe. Abolutes Highlight wird es von vielen genannt und noch mehr.  Mit dem bevorstehenden zweiten Teil war es jetzt dringend Zeit, das Buch endlich zu lesen.

Ich will jetzt nicht sagen dass ich das Buch nicht mochte. Die Idee war sensationell: ein Fluch, eine “lebende” Schachpartie, ein Spiel, das gespielt werden muss bis einer der Könige stirbt. Es hat mir Spaß gemacht, diese Welt zu entdecken und all die Charaktere, die zu Spielfiguren wurden. Grandiose Idee, tolles Setting, ein Hauch düster und brutal und ein tierischer Sidekick kann mich auch immer begeistern.

ABER leider waren mir die Charaktere zu vorhersehbar. Es war schon relativ schnell klar, wie sie sich entwickeln würden, besonders beim ersten Teil und das empfand ich als wirklich schade. Dass fast alle Klischees, die ein Fantasy-Jugendbuch bieten kann, erfüllt wurden, hat mich auch nicht wirklich begeistert, aber ich konnte es noch gerade so akzeptieren.

Ebenso fehlte mir im ersten Teil ein bisschen der Tack´sche Humor. Er blitzte immer mal wieder auf, aber nicht so, wie ich es mir erwartet hatte (tja, der Fluch der hohen Erwartungen ist tückisch).

Dennoch wollte ich den zweiten Teil definitiv lesen und ich muss sagen, der hat mich deutlich mehr begeistert. Im ersten Drittel war ich komplett ahnungslos, was da passiert. Endlich mal überhaupt nicht vorhersehbar und für mich eine komplett andere Empfindung als bei Band eins. Ich habe gerätselt, mir ist das Herz stehen geblieben, ich habe gelacht, genau so wollte ich es!

Von Teil eins habe ich sehr viel erwartet und war nicht ganz glücklich damit. Bei Teil zwei habe ich dementsprechend weniger erwartet, das wurde aber mehr als erfüllt.

Night of Crowns bietet ein tolles Setting und eine wirklich geniale Idee und ich kann gut nachvollziehen, dass das Schachspiel und die gesamte Geschichte viele begeistert hat.
Für mich war aber insbesondere der erste Teil zu unüberraschend und besonders die Charakterentwicklung zu vorhersehbar. Der zweite Teil hingegen bietet viel mehr Momente, mit denen man nicht rechnet. Als Ganzes kann ich die Reihe mit Abstrichen aber empfehlen, man muss sich aber darüber bewusst sein, dass es Jugendfantasy mit allen typischen und gängigen Punkten ist.

Das Buch

 

Schwarz oder weiß?
Welche Seite wählst du in diesem Spiel um Liebe und Tod?

Seit Jahrhunderten liegt über den Adelshäusern Chesterfield und St. Burrington ein unbezwingbarer Fluch – und das bis heute, obwohl aus den Anwesen längst Internate geworden sind. Von alledem ahnt Alice nichts, als sie für eine Summer-School nach Chesterfield kommt. Die Zeichen auf den Handgelenken ihrer Mitschüler fallen ihr nicht auf, dafür fesselt der charmante, wenn auch undurchschaubare Vincent umso mehr ihre Aufmerksamkeit. Sein Lächeln lässt sie alles um sich herum vergessen – bis Alice eines Morgens eine ihrer Mitschülerinnen versteinert im Wald entdeckt und auch auf ihrem eigenen Handgelenk das Symbol einer Schachfigur auftaucht …

Quelle: Ravensburger

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