Rezensionen

Rezension: Berlin – Rostiges Herz

Berlin – Rostiges Herz
Sarah Stoffers
Amrun Verlag
428 Seiten

Klappentext:
„Sie war das eine Mädchen, das ich nicht haben konnte, und das seit vielen Jahren schon.“

Berlin, die rastlose Stadt am Meer. Hier ragen die Türme der Zauberer bis in den Himmel. Im Schein der Glühlichter werden rauschende Partys gefeiert. Zucker wird in Gold aufgewogen und die Geheimpolizei wacht über den zerbrechlichen Frieden zwischen Zauberern und Erfindern.

Die Erfinderin Mathilda liebt ausgerechnet Rosa, die Tochter des magischen Großmeisters von Berlin. Genau wie der Zauberlehrling Fidelio. Beide wollen Rosa auf deren Geburtstagsparty ihre Gefühle gestehen, doch sie sind nicht die einzigen mit Plänen für den Abend. Ein Mörder hat sich unter die Gäste gemischt. Die Erfinder planen eine Rebellion gegen die Zauberer. Und tief unter der Stadt liegt ein uraltes Geheimnis verborgen.

Danke an den Amrun-Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung:
Wow, was für ein Buch! Nichts mit Liebe (also so im klassischen Sinne) sondern BÄM! Mord, Verschwörung und am Ende eine fulminante Jagd durch ein dystopisches Berlin. Die letzten Seiten waren so unglaublich spannend! Ich war so aufgeregt, habe das Buch vor lauter Überspanntheit weggelegt, wieder in die Hand genommen und war irrsinnig gespannt. Dazu gut gezeichnete, facettenreiche Charaktere, bei vielen weiß man nicht, woran man ist und wem man vertrauen kann und eine Story, die mich überrascht hat. Ein neues Zeitalter, der Untergang der Menschen durch die größenwahnsinnigen Erfinder konnte damals nur durch die Rückkehr der Zauberer verhindert werden – allerdings werden die Erfinder seitdem klein gehalten. Gibt es eine Rebellion? Verschiedene Morde, doch wer hat sie begangen? Ich weiß, ich schreibe hier teilweise wirres Zeug, aber das ist die Thematik und mehr müsst ihr eigentlich nicht wissen. Normale Menschen, Erfinder = Rostfresser und Zauberer = Fingerschnipser. People of Color und auch LGBT- Heldinnen werden in dieses Buch eingebaut, ohne dass es irgendwie auffällt und ohne es immer wieder zu betonen, als wäre es ganz normal und so soll es ja auch sein. Unterschiedliche Menschen, die einfach der Gerechtigkeit wegen zusammen arbeiten und zu Freunden werden, ich mag die beiden (wen, verrate ich euch nicht!)

Ihr seht, zum Ende hin bin ich absolut begeistert. Ich muss zugeben, dass ich im Mittelteil einen kurzen Hänger hatte – Szenen, die mich nicht ganz so gefesselt haben, aber das Buch insgesamt haut alles wieder raus. Ein Hauch von Illuminati in einem zauberhaft-mechanisch-dystopischen Setting.

Das Buch war mal ganz was anderes – der Klappentext und das Cover haben mich schon neugierig gemacht und obwohl ich in diese Richtung, meiner Meinung nach verschiedene Genres gelungen miteinander vermischt, noch nichts gelesen habe, kann ich definitiv eine Leseempfehlung aussprechen.

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