Rezensionen

Rezension: Das Blatt des dunklen Herzens

Das Blatt des dunklen Herzens
Karolyn Ciseau
412 Seiten

Klappentext:
Alle fünfzig Jahre schicken die vier mächtigsten Fürstenhäuser ihre männlichen Erstgeborenen in den Kampf um den Thron von Tenebris. Auch Feyes Zwillingsbruder, der Elfenprinz Kjell, sollte im Spiel der vier Farben antreten. Doch er nimmt sich kurz vor Beginn das Leben. Sein letzter Wille ist, dass Feye an seiner Stelle am Spiel teilnimmt. Feye beugt sich seinem Wunsch; ein Schritt, den sie schon bald bereut. Nicht nur weil im Spiel tödliche Wesen lauern und sie gefährliche Prüfungen bestehen muss, sondern auch weil es immer schwieriger wird, ihre wahre Identität zu verschleiern. Als einer ihrer Konkurrenten – der attraktive Dunkelmagier Ares – Feyes Geheimnis aufdeckt, beginnt ein Kampf, in dem nichts ist, wie es scheint. Und in dem Feyes Gefühle auf eine harte Probe gestellt werden.

Meine Meinung:
Ich habe den Klappentext und die Bewertungen gelesen – WOW, das hörte sich so spannend an, dass ich das Buch haben MUSSTE. Der Einstieg hat mich dann auch gleich gefesselt – die Vergangenheit der beiden, die Geschwisterliebe und das System der Elfen, in dem Frauen eigentlich keinerlei Rechte haben und bestmöglich zur Heirat verkauft werden… Es war zwar ziemlich krass von Kjell, diesen Weg zu wählen aber er sah sich nicht in der Lage, dieses Spiel zu gewinnen, Feye aber schon.

Das Setting und die Idee des Spiels fand ich ziemlich gut – die Autorin schreibt detailreich aber angenehm, sodass man die Geschichte flüssig lesen kann.

Relativ schnell nach Beginn des Spiels kamen mir allerdings erste Zweifel. Die Protagonistin ist so… hilflos. Dafür, dass ihr Bruder sie ins Spiel geschickt hat (sie ist ja im Kampf viel besser als er) ist sie insgesamt recht planlos und kann kaum kämpfen – nun gut, das hat mich irritiert aber ich habe es hingenommen. Da kommt dann auch der Teilnehmer Ares ins Spiel – er hilft ihr, aus irgendwelchen Gründen und trainiert sie. Da wir nur die Gedanken von Feye kennen, ist es schwer, ihm zu vertrauen. Ares fand ich aber ziemlich cool.

Ich fand es spannend, mit den beiden das Spiel zu bestreiten und die Entwicklung der beiden miteinander zu sehen: von Misstrauen zu Freundschaft zu Liebe? Bis zu einem bestimmten Punkt – da war es mir eindeutig zu viel. Da war ich kurz davor, das Buch wegzulegen (was ich aber zum Glück nicht gemacht habe).

Das Ende war abrupt und überraschend. Einiges davon fand ich ziemlich genial, vieles klärt sich auf, manches fehlte mir als Erklärung und hat noch mehr Fragen bei mir hinterlassen. Manche Kritikpunkte kann ich aus Spoilergründen leider nicht verraten.

Das Buch hat mich relativ zwiegespalten zurück gelassen.

Mein Fazit: tolle Ideen, wundervolles Setting und angenehmer Schreibstil, dennoch hat mich das Buch leider nicht ganz so begeistern können, wie die meisten anderen Leser.

 

 

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