Rezensionen

Rezension: Eine Krone aus Stroh und Gold

Eine Krone aus Stroh und Gold
Elvira Zeißler

Irgendwo bin ich über dieses Buch gestolpert mit der kurzen knackigen Beschreibung: Rumpelstilzchen meets Avalon – eine fesselnde Adaption mit Herz! Ich LIEBE gute Märchenadaptionen und finde es immer wieder faszinierend, wie viele tolle Geschichten doch aus ursprünglichen Märchen entstehen können. Und die Nebel von Avalon waren auch eine wirklich große Liebe. Deshalb habe ich mir kurzerhand den Klappentext durchgelesen, für gut befunden und ganz schnell landete das Buch auf meinem Kindle.

Und was mir da über den Weg gelaufen ist, ist ein absolutes Highlight, ehrlich. Eine tolle Märchenadaption, die mich so ziemlich ab der ersten Seite in seinen Bann gezogen hat.

Die Menschen sind dumm. Sie glauben das, was sie glauben möchten, was man sie glauben lässt. Man könnte ihnen Stroh als Gold verkaufen, wenn man überzeugend genug auftritt, wenn man sie mit anderen Dingen blendet …

Eine Krone aus Stroh und Gold, Kapitel 3

Ein Fluch, etwas Magie, Verrat, Flucht und ein ständiges Abenteuer:
Die beiden Zwillingbrüder Alexander und Timur sind so unterschiedlich, wie man es sich nur vorstellen kann. Alexander, der Kronprinz ist ein gütiger, freundlicher und gerechter Mann, der auch schon sein Herz verschenkt hat, an Aliena, die verwaiste Tochter eines Barons, die seit geraumer Zeit im Schloss lebt. Große, märchenhafte Liebe bei den beiden, ehrlich.
Nur blöd, dass sein Zwillingsbruder Timur sich immer überflüssig gefühlt hat – deshalb hat er sich mit dunkler Magie beschäftigt, schaltet nun Alexander durch einen Fluch aus und übernimmt selbst den Thron und eigentlich auch gern Aliena. Eigentlich sollte Alexander aus dem Kerker heraus Beobachter sein – und sehen, wie es ist nichts zu haben. Aber ihm gelingt die Flucht – und dann startet das Abenteuer erst richtig. Denn Timur will sich das nicht gefallen lassen und lässt Jagd auf seinen Bruder machen.

Die Charaktere sind vielfältig und das hat mir richtig gut gefallen. Es gibt ganz klar gut und böse – aber auch einige, die man so nicht wirklich einschätzen kann. Hinzu kommt, dass sie sich im Laufe der Geschichte auch durchweg entwickeln – egal ob Alexander, der viel auf sich nehmen muss, um den Fluch zu brechen, Aliena, die im Laufe der Geschichte immer stärker wird, Timur, der immer wahnsinniger wird, aber auch viele Nebencharaktere, die nicht einfach so 0-8-15 sind. Ich fand den Schreibstil angenehm flüssig zu lesen, sodass man das Buch gar nicht beiseite legen konnte. Bei manchen Szenen war ich unglaublich positiv überrascht, weil ich mir sicher war, was passiert – und den Verlauf nicht so richtig mochte und wollte. Jaaa, es muss einem nicht alles gefallen, aber kennt ihr das beim lesen nicht auch, wenn man denkt “Och nö, muss das jetzt wirklich sein?”? So ging es mir – und dann ein paar Seiten später kam es zum Glück ganz anders, yeah. Deshalb: absolut positiv überrascht.
Auch das Setting war einfach nur toll. Angefangen in einer märchenhaft mittelalterlichen Welt – bis hin zu einer mystischen Insel, die ich einfach nur grandios beschrieben fand und die mich insbesondere auch mit ihren Prüfungen in den Bann gezogen hat. Viel mehr verrate ich jetzt aber nicht!

Meine Meinung gilt übrigens für die gesamte Dilogie, denn ich habe beide Bände in einem Rutsch gelesen. Ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Ihr seht, ich bin absolut begeistert. Wer Fantasy-Märchenadaptionen, die aber komplett eigenständig sind, mag, wird diese Bücher sicherlich genau so gerne mögen wie ich.

Das Buch

Zwei Brüder, eine Krone, ein grausamer Fluch.

„Die Menschen glauben das, was sie glauben möchten, was man sie glauben lässt. Man könnte ihnen Stroh als Gold verkaufen, wenn man überzeugend genug auftritt, wenn man sie mit anderen Dingen blendet. Ich sehe aus wie du, ich sitze auf deinem Thron, also bin ich du!“

Am Vorabend der Krönung wird Prinz Alexander von seinem Zwillingsbruder mit dunkler Magie bis zur Unkenntlichkeit entstellt und soll zusehen, wie Timur ihm alles nimmt, was ihm etwas bedeutet – sein Reich, die Krone und die Frau, die er liebt.
Doch Alexander gelingt die Flucht. Von Timurs gnadenlosen Schergen gejagt, setzt er alles daran, die Quelle der plötzlichen Macht seines Bruders zu finden – und seinen eigenen Fluch zu brechen …

 

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