Rezensionen

Rezension: Ghetto Engel

Ghetto Engel
Jasmin Romana Welsch
350 Seiten

Die meisten nennen mich Versager, Nichtsnutz oder Straßenjunge. Aber eigentlich heiße ich Remo und so scheiße bin ich gar nicht – hoffe ich zumindest. Klar, ich wohne in einem Loch, kann mir kaum genug zu essen leisten, aber ich habe Gründe, nach denen niemand fragt, und eine Geschichte, die niemand hören will.
Der einzige Mensch, dem ich etwas bedeute, ist das Mädchen, das immer, ohne zu klopfen, in meine Wohnung platzt, mir Cola mitbringt und mit mir vögelt. Claire ist meine beste Freundin und ohne sie würde ich kaputtgehen.
Ich kann keine Liebesgeschichte erzählen, in dem all der Mist, der passiert, am Ende keine Rolle mehr spielt, weil geknutscht und geheiratet wird, aber etwas zu erzählen habe ich trotzdem. Drogendealer, Zuhälter, Nachtclubs und ein Hang zu dummen Sprüchen und schwarzem Humor, der mich am Leben hält – für einen jungen, dummen Ghetto-Köter hat meine Geschichte viele Facetten und Kapitel. Und wenn jemand zuhören möchte, erzähle ich sie auch …

Quelle: Jasmin Romana Welsch

Meine Meinung:
Was soll ich sagen? Ich liebe Remo! Den “alten” aus Teach me Love und Evig Roses und auch den jungen Ghettoengel. Remo ist toll, ehrlich.

Umso trauriger macht es mich eigentlich, dass mich seine Geschichte nicht so wirklich begeistern konnte. Ich weiß nicht wieso – aber das war leider nicht mein Buch. Zum einen lag es eventuell daran, dass man seine Geschichte im Groben schon kannte. Ich war total neugierig, alles von ihm zu erfahren aber: Hat er alles schon mal erzählt – es gab also (kaum) Überraschungsmomente für mich. Ausnahme: Remo und Vincent im Doppelpack, die beiden mochte ich gerne. In Ghetto Engel erfahren wir nämlich auch so einiges über den jungen Vampir-Agenturchef, das fand ich doch echt interessant.

Leider, das kommt auch noch hinzu, waren Remo und ich in diesem Band auch humortechnisch nicht so ganz auf einem Nenner. Moment: Remo und ich schon, ich mochte seinen Sarkasmus, den er auch als Jugendlicher schon grandios drauf hatte, aber obwohl ich den Humor der Autorin sonst echt vergöttere – hier fehlte er mir oder war over the top. Die furzenden Fische sind vielleicht einfach Geschmackssache, aber ich bin froh, dass Vincent helfen konnte… Erst bei 44 % habe ich das erste Mal entspannt und laut gelacht, vorher war es mehr ein angespanntes Grinsen oder leichtes Lächeln – was eigentlich voll okay ist, aber von Jasmin Romana Welsch bin ich irgendwie mehr gewohnt.

Es ist kein schlechtes Buch und es ist bisher das emotionalste,  nein falsches Wort… dramatischste? tiefgründigste? das ich von der Autorin gelesen habe.

Mein Fazit: Es lässt sich nett lesen und ist okay – mehr kann ich wirklich nicht dazu sagen. Remo hat ein echt beschissenes Leben und es ist interessant, wie er sich, obwohl er wahnsinnig stolz und stur ist, aus dieser Situation herauskämpft, aber das ist nicht neu, wenn man die anderen Bücher kennt.

 

Ich stehe allerdings ziemlich alleine mit Meiner Meinung da wenn man sich die Rezensionen so ansieht – insofern: Lasst euch nicht abschrecken und probiert es aus!

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