Rezensionen

Rezension: How to be a girl

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank an die Netzwerkagentur Bookmark und Gabriel Verlag in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH dafür – meine Meinung wurde hierdurch nicht beeinflusst.

Mit einer Tochter in dem passenden Alter war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Der erste Eindruck war schon mal super – zwar rosa und glänzend – so typisch Mädchen, aber wirklich schön. Auch im Inneren setzt sich dieser Eindruck fort – es ist abwechslungsreich gestaltet und wirkt deshalb überhaupt nicht Ratgeber-mäßig langweilig – was ich ziemlich wichtig finde, denn insbesondere in dem Alter sind Ratgeber ja doch eher … uncool.

Schon beim ersten Durchblättern gab es gleich eine Liste, die meine Tochter mit Interesse und Spaß gelesen und verglichen hat: “Was ein typisches Mädchen “angeblich” ausmacht” und sie stellte fest: sie ist kein typisches Mädchen. Somit hatte das Buch auch ihre Aufmerksamkeit, denn es handelte sich bei dieser Checkliste um die typischen, überzogenen Klischees, wie Mädchen zu sein haben.  Das Buch im Ganzen spricht sehr viele wichtige Themen an – Dinge, über die man manchmal gar nicht wirklich nachdenkt. Ich möchte euch kurz die Aufteilung zeigen und Themen, die unter anderem darin vorkamen:

Teil 1. Weil ich ein Mädchen bin… oder? Geschlechterrollen, allgemeine Klischees aber auch Dinge wie Girl hate und Mobbing.

Teil 2: Mein Körper gehört mir – Hier geht die Autorin auch auf Konsumwahnsinn, Slut shaming, Sex in Filmen und Menstruation (Wirklich? Ja, aber keine Angst!) ein.

Teil 3: Der Kampf um die Emanzipation – was Frauen erreicht haben und warum es alles nicht selbstverständlich ist. Hier war für uns z.B. auch die Liste der Errungenschaften der Frauenbewegung unglaublich aufschlussreich.

Teil 4: Augen auf für kleine und große Ungerechtigkeiten – hier geht die Autorin unter anderem auch auf das Thema Rassismus und Sexismus ein.

Teil 5: Stand up, speak up – Nutze deine Stimme und warum Politik wichtig ist, auch in der heutigen Zeit! Auch sehr cool:  7 inspirierende fiktionale Heldinnen

In allen Kapiteln finden sich Kurzportraits und Gedanken starker Frauen – bunt gemischt, bekannte und weniger bekannte Frauen wie Anne Frank, Frida Kahlo, Qui Jin oder Amanda Stenberg, bekannt als Rue (Tribute von Panem).

Ihr seht: Das Buch ist wirklich komplett bunt gemischt mit sehr vielen wichtigen Themen. Ich war wirklich positiv überrascht: Es ist kein feministischer Vorschlaghammer, sondern gibt den jungen Leserinnen die Möglichkeit, manche Dinge des täglichen Lebens einfach mal zu hinterfragen. Es ist ein Buch, welches man immer mal wieder zur Hand nehmen kann, um darin zu blättern und sich dann, am besten im Gespräch, kritisch damit auseinander zu setzen.

Natürlich wird den Mädchen immer wieder an die Hand gegeben: “Stark, frei und ganz du selbst” – ja, und wollen wir das nicht für unsere Mädchen erreichen?

Sicherlich gibt es Ratgeber, die tiefgründiger sind – aber muss es für dieses Alter unbedingt schon tiefgründig sein? Das wirkt dann eher abschreckend und ich glaube nicht, dass meine Tochter einen richtigen dicken Ratgeber zur Hand nehmen würde. Für mich hat das Buch insbesondere durch die Vielfalt der Themen gepunktet – viele Probleme und Thematiken werden angesprochen, nicht belehrend sondern um darüber nachdenken zu können. “How to be a girl” ist unterhaltsam, abwechslungsreich und für die Zielgruppe meiner Meinung nach sehr genial gemacht. Ein wirklich gutes Buch, um junge Mädchen in dem Alter an das Thema heranzuführen und ein bisschen zu sensibilisieren.

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