Rezensionen

Rezension: Mania – Prinzessin der Hölle

Mania – Prinzessin der Hölle
Miriam Skovo
284 Seiten

Klappentext:
Im teuflischen Palast Intrigen spinnen und den Klängen der verzweifelten Seelen im Fegefeuer lauschen – so sieht mein Alltag hier unten in der Hölle aus. Meine Eltern glänzen durch Abwesenheit, weshalb ich es geschafft habe, mir durch meine Boshaftigkeit in der Hölle einen Namen zu machen. Doch nun ist mein Vater auf die schwachsinnige Idee gekommen, mich auf die Erde zur Schule zu schicken. Der spinnt doch! Und als ob es nicht schon schlimm genug wäre, Zeit mit einem Haufen armseliger Menschen verbringen zu müssen, laufen da auch noch ein paar hochnäsige Erzengel herum. Damit ich die Erde und dessen Bewohner nicht in Schutt und Asche lege, schickt mir Gabriel so einen aufgeblasenen Engel als Möchtegernaufpasser. Pah! Der wird sich bald wünschen, niemals von seiner flauschigen Wolke herabgestiegen zu sein. Schließlich bin ich Mania! Vor mir laufen sogar die Höllenhunde winselnd davon.

Meine Meinung:
Ich fand das Buch klasse – ehrlich, Mania ist mal ein ganz anderer Charakter. Sie ist böse, richtig böse und stolz drauf. Ich mochte ihre Art, ihre Sprüche und dass sie sich nichts gefallen lässt. Wie sie den anderen Dämonen entgegen tritt- herrlich!

Die Beschreibungen vom Fegefeuer, den Bewohnern war bildhaft und mitreißend und ich fand Pecus cool: Ein Einhorn, schwarz und böse als Unterstützung. Insgesamt lebte das Buch von vielen guten und überraschenden Ideen und hat mich komplett abgeholt und ziemlich begeistert. Der Schreibstil war so flüssig, dass ich es sehr genossen habe, das Buch zu lesen. Trotz wenig Zeit war ich sehr schnell durch.

Was ich nicht ganz so gut entwickelt fand, aber ich möchte hinzufügen, dass das eher jammern auf höherem Niveau ist: Viele der anderen Charaktere, Maria und Josef, die Kinder an der Schule und teilweise auch die Engel, waren für mich etwas oberflächlich und blass. Zum Ende wird es besser, aber anfangs ging mir manches, insbesondere was einige Charaktere betrifft, zu schnell.
Mania und die originelle Geschichte reißen aber alles raus. Ich habe mich sehr amüsiert und werde den zweiten Teil auf jeden Fall lesen – zumal das Ende des Buches wirklich fies ist für den Leser.

Wer also Lust hat auf eine originelle Geschichte mit einer ziemlich fiesen Protagonistin: dem lege ich das Buch definitiv ans Herz, auch wenn es kleinere Schwächen in der Tiefe hat.

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