Rezensionen

Rezension: Nebenan funkeln die Sterne

Nebenan funkeln die Sterne
Lilly Adams
Lyx Verlag
432 Seiten

Klappentext
Emma Martins führt ein aufregendes Leben – glaubt man ihrem erfolgreichen Instagram-Account. Tausende von Followern sehen sich täglich ihre Bilder an und lassen sich von ihnen motivieren. Doch die Wahrheit ist eine andere: Emma wohnt allein in einem winzigen Apartment in London. Der Kontakt mit anderen Menschen macht ihr Angst, vor die Tür geht sie nur selten. Einzig auf ihrer Dachterrasse, nachts, wenn die Stadt still ist und die Sterne leuchten, hat sie das Gefühl, richtig durchatmen zu können. Aber dann zieht der gut aussehende Nathan in die Wohnung nebenan – und bringt ihr Leben online und offline von einem Tag auf den anderen völlig durcheinander …

Meine Meinung:
Vielen Dank an Netgalley und den LYX-Verlag für das Rezensionsexemplar – meine Meinung wird dadurch nicht beeinflusst.

Der Klappentext – hört der sich nicht wirklich gut an? Insbesondere in Zeiten von Social Media finde ich das Thema sehr spannend. Keiner von uns kennt die Person, die hinter den Accounts bei Facebook oder Instagram steckt, wirklich.
Emma , die Protagonistin des Buches, verschanzt sich in ihrem Haus, lebt mit Ängsten und Schuldgefühlen und verlässt SEHR ungern bis gar nicht das Haus – aber bei Instagram sieht es ganz anders aus. Dort hat sie ein strahlendes Leben und viele Follower, die sie mittlerweile als Idol oder auch Freundin sehen. Die Bilder, die sie postet, stammen meist noch aus ihrer Vergangenheit und werden mit Bildbearbeitung angepasst. Dank Bulletjournaling hat sie einen strukturierten Alltag (vielleicht sollte ich auch mal damit beginnen) und sogar (sogenannte) Freunde hat sie im Internet gefunden.

Denn was war das schon – das wahre Leben? Wenn man Menschen in der digitalen Welt zum Lachen und Weinen bringen konnte, dann war das ganz schön wahr, dieses Leben.

Mir fällt es ganz schwer, meine Meinung zu diesem Buch auszudrücken. Es gibt nichts Spezielles, was ich daran kritisieren könnte. Eigentlich kann ich nur Positives sagen: Das Thema ist sehr gut gewählt, der Einstieg ins Buch ist mir gut gelungen und der Schreibstil ist wirklich angenehm. Die Autorin hat es geschafft, dass ich die Umgebung inklusive der wunderschönen Dachterrasse vor Augen hatte und auch den Schmerz der Protagonistin fühlen konnte. Ich konnte absolut nachvollziehen, wie es dazu kam, dass sie sich eingeigelt und immer mehr zurückgezogen hat. Je länger es dauert, umso schwerer ist es, die Situation zu durchbrechen. In kleinen Häppchen erfahren wir als Leser, wie es dazu kam – und ich habe das schlimmste befürchtet. Genau so spannend war es zu sehen, wie Emma dann langsam doch genötigt wurde, immer mal wieder ihre Wohnung zu verlassen. Hier ein kleiner Schritt, der schwer fällt und gaaanz langsam, Schritt für Schritt, wird es, mit kleinen Rückschlägen, immer leichter.

Auch die anderen Charaktere haben mir insgesamt gut gefallen – der neue Nachbar Nathan, der es auch nicht immer leicht hatte, aber einen anderen Weg gefunden hat, seine Vergangenheit zu verarbeiten. Emmas Kater, Brittany mit ihrer Tochter und Nilla haben die Geschichte für mich abgerundet.

Warum es mir dennoch schwer fällt, das Buch zu bewerten? Irgendetwas hat die Geschichte nicht ganz rund gemacht für mich, irgendetwas hat mir gefehlt. Das Problem ist: Ich kann nicht sagen was! Es ist eine wirklich nette Geschichte, bei der mir besonders die Entwicklung der Protagonistin gefallen hat. Es fehlte aber ein letzter Funke, der das Buch für mich zu einem wirklichen Highlight gemacht hat.

Falls ihr euch vom Klappentext angesprochen fühlt: Probiert es einfach aus, viel falsch macht  ihr mit dem Buch eigentlich nicht. Ich zitiere deshalb aus dem Buch (auch wenn es vielleicht für den Kauf eines Buches ein bisschen zu doll ist, aber ihr versteht sicher, was ich damit sagen will):

“Probiere es aus! Sei mutig! Du wirst dich nie darüber ärgern, zu mutig gewesen zu sein – aber für Feigheit wirst du dich dein Leben lang schämen.”

 

 

 

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