Rezensionen

Rezension: Netzgeflüster

Netzgeflüster
Caroline Messingfeld
Bookshouse Verlag
256 Verlag

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar durch die Netzwerkagentur Bookmark von der Autorin erhalten – das hat aber keinen Einfluss auf meine Meinung.

Klappentext:

Liebe ist ein Buch mit sieben Siegeln. Viel schlimmer als jedes medizinische Fachbuch, findet Lena. Deshalb streicht sie Männer aus ihrem Leben, tröstet sich mit ihrer Lieblingsschokolade und setzt Kummerspeck an. Als sie einen Brief mit einer Einladung erhält, die sie unmöglich ausschlagen kann, bricht das Chaos über ihre kleine, ruhige Welt herein. Kann sie sich in wenigen Wochen vom Aschenputtel zur Cinderella entwickeln? Unterstützt von einer hilfsbereiten Arbeitskollegin nimmt Lena den Kampf gegen die Zeit auf – und entdeckt nicht nur sich selbst, sondern auch Freundschaft und Liebe neu …

Quelle: Bookshouse Verlag

Meine Meinung:

Ich liebe ja Cinderella-Geschichten, in allen Varianten. Nein, das Buch ist keine Märchenadaption und ich habe es anhand des Klappentextes auch nicht erwartet, aber ich mag es auch, wenn Protagonisten sich verändern. Also, nur um es mal sicherheitshalber zu betonen: Die Charaktere müssen äußerlich nicht perfekt sein, es geht mir nicht darum, dass alle zu Supermodels gemacht werden müssen. Aber meistens geht eine solche Veränderung auch mit einem ganz anderen Selbstwertgefühl einher.

Im Falle des Buches ist der Auslöser die Einladung zu einer Hochzeit – und die Protagonistin Lena merkt selbst, dass sie sich in den letzten Jahren hat gehen lassen und sich so, wie sie derzeit ist, nicht wohl fühlt. Abgesehen davon hätte sie auch gerne einen Mann, der sie zur Hochzeit begleitet. Unterstützt von ihrer Kollegin, die ich total gerne mochte weil sie so lustig, motiviert und voller guter Laune ist, nimmt Lena gleich vieles in Angriff. Sie meldet sich im Fitnessstudio an und sucht gleichzeitig online und im richtigen Leben nach einem passenden Partner. Die Ergebnisse ihrer Treffen – naja, da war einiges an Typen dabei, um die ich sie echt nicht beneidet habe. Dabei hatte ich manche Szenen echt vor Augen – herrlich!

Ich mochte die Geschichte – das Buch war herrlich leicht zu lesen und hat mich auch echt überrascht. Ja, ich gebe zu, ich war mir schon in der Mitte sicher, dass ich mir das Ende denken kann. ABER (und das war ganz erfrischend): Fehlanzeige, es kam tatsächlich ganz anders als ich dachte.

Einziger Wehrmutstropfen: Lena ist Zahnärztin und hat regelmäßig, nur durch ihren Aufenthalt in der Praxis oder durch Erzählungen meine absoluten Urängste und Albträume geschürt. Hätte sie nicht z.B. Gynäkologin oder so was sein können? Oder Fußpflegerin? Oder Putzfrau? Warum muss es eine Zahnärztin sein?

Netzgeflüster ist ein Buch, das man herrlich an einem grauen Nachmittag eingekuschelt unter einer Decke weglesen kann. Man kann lachen, man ärgert und freut sich mit Lena – bis das Buch vorbei ist.

Es war echt toll, Lenas Entwicklung zu beobachten. Manchmal war sie mir einen Hauch zu selbstkritisch und wehleidig – aber nicht so, dass es mich extrem gestört hat und das war dann auch im nächsten Moment schon wieder vorbei und vergessen. Ich fand ihre Einstellung und ihre Haltung zum Leben und der Freundschaft super -manchmal muss man halt geschubst werden, um in die Gänge zu kommen und eine Änderung zu erwirken.

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