Rezensionen

Rezension: Rückkehr der Engel

Rückkehr der Engel
Marah Woolf
356 Seiten

PanemChallenge2018, Monatsfeld Februar, Kampfgeist (die Protagonistin steht regelmäßig in der Arena um gegen Engel zu kämpfen und beweist jede Mende Kampfgeist)

Kurzbeschreibung:
Eine Welt, in der nichts mehr ist, wie es einmal war. Eine Zeit, in der Legenden Wirklichkeit sind. Ein Geheimnis, das nicht offenbart werden darf. Der fesselnde Auftakt der neuen Saga von Marah Woolf.

»Ich kann dir nicht helfen«, flüstere ich. Wenn die Männer uns entdecken, werden sie mich töten und den Engel bei lebendigem Leib rupfen.
Stöhnend dreht er sich auf die Seite und im Licht des Mondes erkenne ich sein Gesicht. Es ist Cassiel. Der Engel, der mir in der Arena bereits zweimal das Leben gerettet hat. Quer über seine nackte Brust verläuft ein tiefer Schnitt. Glas knirscht unter seinem Körper. Am Kopf muss ihn ein Stein getroffen haben, denn die linke Gesichtshälfte ist blutverschmiert und auch sein Haar ist rot gefärbt.
»Moon«, flüstert er. Seine Stimme klingt dünn.
Er erinnert sich an meinen Namen. Ich bin so überrascht, dass ich innehalte und viel zu viel Zeit damit verschwende, ihn anzustarren.
»Lass mich nicht hier liegen.« Lange Wimpern senken sich über seine blauen Augen. »Bitte.«
Ein Engel, der um etwas bittet. Trotzdem kann das nicht sein Ernst sein! Wie stellt er sich das vor? Ich habe schon genug Probleme, da kann ich mir nicht noch einen Engel aufhalsen. Mit gesenktem Kopf stolpere ich davon und lasse ihn liegen.

Im Venedig der Zukunft, besetzt von den Erzengeln und deren himmlischen Heerscharen, führt Moon einen beinahe aussichtslosen Kampf, um ihre Geschwister zu schützen. Ganz auf sich allein gestellt, darf sie niemandem vertrauen, schon gar keinem Engel.

Spannend, romantisch und fantastisch – mit einer starken Heldin, die alles daransetzt, die zu retten, die sie liebt.

Meine Meinung:
Wow! Eine Dystopie. Mit Engeln – denn diese sind auf die Erde gekommen. Das Problem: sie sind gar nicht so nett wie man sich Engel vorstellt. Eigentlich können sie die Menschen nicht leiden und lassen sie auch gerne leiden.

In den ersten drei Jahren ihrer Herrschaft bekämpften die Engel uns erbittert. Für sie sind wir ein Fehler im göttlichen Schöpfungsplan und es nicht wert, die Erde zu bevölkern. Wir sind nicht so stark wie sie noch so klug oder so schön.

Ein bisschen dauerte es, bis ich in der Geschichte drin war und wusste, worum es geht. Es sind doch sehr viele Informationen und Namen am Anfang – ABER wenn man diese neue Welt in Venedig und die ganzen Charaktere erstmal drauf hat, dann kann man auch schier nicht mehr aufhören zu lesen.

Moon de Angelis ist die Protagonistin, die in dieser Welt für ihre Familie kämpfen muss, damit sie überleben können. Einmal in der Woche steht sie in einer Arena einem Engel gegenüber: “Brot und Spiele” um die Bevölkerung zu unterhalten  – Engel gegen Menschen – damit verdient sie ihr Geld. Sie kämpft dort, nicht nur um ihre Familie (ihren kleinen Bruder und ihre Zwillingsschwester Star) zu ernähren – sie will auch genügend Geld verdienen, um den beiden eine Flucht zu ermöglichen. Weg aus Venedig, weg von den Engeln.

Eigentlich würden die Engel wahrscheinlich die Menschen einfach töten – allerdings sind sie auf der Suche nach “Schlüsselträgerinnen” nur mit diesen können sie ins Paradies zurückkehren.

Sollten die Engel je aller neunzehn Schlüsselträgerinnen habhaft werden und das Tor zum Paradies öffnen, werden sie danach die Apokalypse auslösen.

Moon ist sich ziemlich sicher, dass ihre Schwester Star, die sehr besonders ist, eine dieser Schlüsselträgerinnen sein könnte – und versteckt sie deshalb vor der Welt. Moons Devise war immer, nicht aufzufallen – allerdings geht das gründlich schief und bald kennen nicht nur viele Engel ihren Namen, sie hat sogar einen Engel in ihrer direkten Nähe.

Schon bald wird klar, dass nicht alle Engel so sind, wie man denkt – und das geht in ALLE Richtungen. Mehr werde ich jetzt allerdings nicht dazu sagen…

Das Ende war… nun ja ich bin  gespannt, was die Autorin unter “nicht zu lange warten” versteht! Ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Noch immer kann ich die Engel nicht einschätzen. Ich weiß nicht warum – auch in diesem Buch hat Luzifer es mir angetan. Er ist nicht mal besonders nett – aber ich erwarte noch so einiges von ihm!

Eine ganz tolle Geschichte von Marah Woolf – aber ganz anders als erwartet. Ihren Schreibstil kenne und mag ich schon aus den vorherigen Büchern – aber: wie gesagt: GANZ anders! Und sooo gut.

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