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Rezension: Sommernachtsblues

Sommernachtsblues (Snapshots 1)
Ava J. Thorne
Moments Verlag
323 Seiten

 

Klappentext:
Die talentierte Landschaftsfotografin Eden arbeitet in ihrem Brotjob in einer Immobilienfirma. Dort lernt sie Jordan kennen. Er ist erst ihr Chef, dann ihr Liebhaber und schließlich ihr fester Freund. Dass sie zuvor jedoch nicht den besten Geschmack bei Männern hatte, wird ihr klar, als William eines Morgens vor ihr steht. Allerdings nicht mehr in seiner Funktion als Edens aggressiver Ex-Partner, sondern als der mögliche neue Teilhaber der Firma. Mit seinem Auftauchen scheint sich auch Jordan verändert zu haben. Trügt sie ihr Gefühl denn immer bei der Wahl ihrer Männer?

Gleichzeitig hat der aufstrebende Architekt Noe schwer mit dem Verlust seiner Großmutter zu kämpfen und besucht seine Großfamilie in Vermont, um sich alten Erinnerungen hinzugeben.

Ein Auftrag führt Eden ebenfalls nach Vermont, wo sie sofort Noe wegen ihrer tollpatschigen Art unbeabsichtigt näher kennen lernt, als ihr lieb ist. Romantische Liebesgeschichte vorprogrammiert?

Meine Meinung:
Okay, jetzt sitze ich hier und weiß nicht, wie ich anfangen soll.

Es gibt Bücher, bei denen man sich ganz sicher ist, dass sie einem gefallen – mittlerweile kann ich das auch ziemlich gut einschätzen, was mir gefallen würde und was nicht – meistens auf jeden Fall. Und dann gibt es noch Ausnahmen: Bücher, die perfekt ins Beuteschema passen, die grandiose Kritiken haben – und dennoch irgendwie “nicht meins” sind.

Das passiert mir nicht oft – aber bei diesem Buch ist es so – und komischerweise ist es das gleiche Genre wie beim letzten Mal und ich habe exakt die gleichen Kritikpunkte.

Fangen wir erstmal langsam an – die Geschichte ist gut, sehr überraschend, einige Wendungen hatte ich so wirklich nicht erwartet – wenn ihr Drama wollt: Ihr bekommt Drama und damit meine ich wirklich Szenen, die erschüttern und aufwühlen. Auf der anderen Seite ist es teilweise auch ganz amüsant – das Geplänkel der beiden Protagonisten  Sfand ich schon ziemlich nett.

Ihr bekommt auch ein Buch über Freundschaft und Familie – beides finde ich toll eingebunden und sowohl Cora (Edens Freundin) als auch Noes Familie haben mir ziemlich gut in der Geschichte gefallen.

Die Rahmenbedingungen bei dem Buch passen also eigentlich perfekt, ich finde es gut umgesetzt, aber jetzt kommt etwas, was ich schon vor Monaten in einer Rezension genau so geschrieben habe:

Es war mir von allem zu viel.

Es fällt mir ganz schwer zu beschreiben, wie ich das meine, aber von Anfang an war mir ZU VIEL Abneigung, ging über in ZU VIEL  Anziehung, ZU SCHNELLE Liebe, ZU VIEL Klischee (und ehrlich, ich habe nichts gegen Klischees), ZU derb, ZUVIEL böse, ZU VIELE Schläge gegen den Oberarm, …ZU VIEL … (ich könnte hier noch einiges aufzählen, aber ich glaube ihr wisst, was ich sagen will. Das sorgte bei mir dafür, dass ich das Buch nicht mehr so recht genießen konnte.

Zwischenzeitlich wurde es zwar etwas besser – aber alles in allem muss ich leider trotzdem für mich feststellen: zu viel von allem und zu schnell. Außerdem muss ich sagen, dass der Protagonist ab Kapitel 32 bei mir durch war – ja, Bücher sind keine Realität, dennoch fand ich sein Verhalten einfach ätzend.

Dennoch bin ich mir sicher, dass auch viele Leser dieses Buch lieben werden. Wisst ihr, an welches Buch es mich erinnert? Nicht von der Geschichte, sondern meinen Kritikpunkten? Pretend von Penny L. Chapman. Dieses Buch hat eine Riesen-Fanbase. Wenn ihr dazu gehört: Dann ist mit Sicherheit Sommernachtsblues auch das richtige Buch für euch.

Lasst euch von mir nicht abschrecken – die meisten anderen Leser sind absolut begeistert. Und wenn ihr es schon gelesen habt, würde ich mich über eure Meinung darüber freuen.

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