Pinkys schlauer Freitag

Warum Buchverfilmungen selten solche Emotionen hervorrufen wie Bücher

Guten Morgen und einen schönen Start ins Wochenende – Zeit für #pinkysschlauerFreitag.

“Das Buch ist aber viel besser!” – ein ganz klassischer Satz bei uns Bücherwürmern, deshalb wollen wir uns heute dem Thema Buchverfilmungen widmen.

Eigentlich ist es nicht ganz richtig zu sagen, dass Buchverfilmungen keine Emotionen in mir hervorrufen: Ich persönlich schaue sehr gerne Buchverfilmungen und Serien zu Büchern an, auch total gerne mit meiner Tochter, wenn sie die Bücher gelesen hat. Das ist dann immer so etwas wie eine “Belohnung”. Filme und Serien können definitiv bei mir Emotionen hervorrufen: Neugier oder Begeisterung, Langeweile, manchmal aber auch absoluten Frust und Enttäuschung.

Vor gefühlt 100 Jahren habe ich den ersten Teil von Twilight im Kino gesehen. Ich hatte irgendwie keine Ahnung, worum es in dem Film geht, wahrscheinlich hätte ich meinen Mann sonst auch nicht überzeugen können, ihn sich mit mir anzusehen. Nur so bin ich überhaupt zu den Büchern gekommen. Ich fand den Film irgendwie total süß – im Endeffekt habe ich aus Neugier danach die Bücher durchgesuchtet.

Meine Lieblingsverfilmung ist Harry Potter. Auch wenn einiges fehlt oder die Story abgeändert wurde, wurden sie trotzdem mit so viel Liebe gemacht – ich bin absolut begeistert und könnte sie mir immer wieder anschauen – bzw. muss: meine Tochter könnte sie jeden Abend schauen.

Eine Serie, die ich wirklich gerne mal ganz sehen würde, ist Confess von Colleen Hoover. Leider (ich könnte immer noch weinen) gibt es nur wenige Teile auf YouTube, die meisten Teile sind gar nicht in Deutschland verfügbar. Nach den ersten Folgen war ich aber schon total angefixt – eine echt bezaubernde Umsetzung des Buches und die beiden Schauspieler sind so süß miteinander.

Frust und Enttäuschung habe ich allerdings bei der Edelstein-Verfilmung verspürt. Waren die ersten zwei Teile noch halbwegs in Ordnung für mich, saß ich beim dritten Teil sprachlos und vollkommen entsetzt im da. Gwendolyn als Superheldin á la James Bond?

Ich versuche wirklich, Filme und Bücher unabhängig voneinander zu sehen. Mir ist klar, dass Filme und Serien nicht 1:1 umgesetzt werden können und sehe es daher eher als “Adaption” an. Allerdings irritiert es mich dann allerdings schon, wenn der Film kaum noch etwas mit der Buchvorlage gemeinsam hat.

Es gibt einige gute Verfilmungen – aber die meisten packen mich einfach nicht so wie die Bücher dazu. Ein Buch hat viel mehr Raum für Hintergrundinformationen und der Autor kann Verhältnisse und Gedanken viel genauer beschreiben, als es ein Film je könnte. Wie oft saß ich schon heulend beim Lesen auf der Couch oder habe so sehr geflucht und das Buch aus Frust, Wut oder Aufregung fast an die Wand geschmissen? Unzählige Male. Ich fühle mehr mit den Charakteren und kann mir ein eigenes Bild von der Umgebung machen. “Die Tribute von Panem” habe ich als Bücher gefeiert und mag (eigentlich) auch die Filme. Beim ersten Teil dachte ich aber immer daran, dass so viel fehlt und wollte meinem Mann noch ganz viel dazu erzählen – aber für ihn war der Film auch so “rund”, ihm fehlte nichts an Informationen.

Bei Verfilmungen hängt auch viel von den Schauspielern ab. Jeder Leser wird sich beim Buch selbst ein Bild von den Charakteren geschaffen haben – und manchmal passen die Schauspieler dann einfach nicht in die Rolle. Bei fast jeder Verfilmung gibt es auch einen Aufschrei bezüglich der Besetzung – man wird es NIE allen Lesern und Fans recht machen können – eben weil jeder sein eigenes Bild während des Lesens geschaffen hat. Ich persönlich konnte mich z.B. nie mit Brendan Fraser als Mo in Tintenherz anfreunden (warum auch immer) während ich die Schauspielerin von Dolores Umbridge bei Harry Potter genial fand – sie kommt in den Filmen genau so abartig böse rüber wie in den Büchern.

Es gibt Bücher, bei denen ich mich einerseits freuen würde, wenn sie verfilmt würden, aber genau so große Angst habe ich davor. “Das Reich der sieben Höfe” – ich kann mir niemanden vorstellen, der Rhysand auch nur annähernd fantastisch wie in meiner Fantasie spielen könnte. Und Velaris? Könnte das so umgesetzt werden, wie ich es mir vorstelle?



DAs waren schon meine wirren Freitagsgedanken zum Thema Buchverfilmungen. Was haltet ihr eigentlich davon? Seid ihr auch eher der Typ: “Das Buch ist aber viel besser!”? Oder blendet ihr die Bücher bei den Verfilmungen komplett aus?

Die Gedanken der anderen Pinkys könnt ihr hier lesen:

Ein Kommentar

  • Marie

    So wirr ist er gar nicht. Confess fand ich auch toll, obwohl es viel zu kurz war. Twilight mochte ich auch Hab die Filme vor den Büchern gesehen und gelesen

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